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    PVG: Ohne UNS - kein Geschäft!

    Deutsche Telekom

    PVG: Ohne UNS - kein Geschäft!

    fb09 ver.di Ohne UNS - kein Geschäft!

    20. Dezember 2019

    DT PVG: ver.di-Aktionen zeigen Wirkung! Arbeitgeber zu Zugeständnissen bereit - ver.di Ohne uns kein Geschäft!


    Flächendeckend über 100 ver.di Aktionen und über 2000 Unterschriften schaffen Eindruck!
    Über 100 ver.di-Aktionen in allen Bereichen und Regionen der Deutschen Telekom Privatkundenvertrieb GmbH (PVG), dazu rund 2000 gesammelte Unterschriften für Sicherheit im Umbruch bringen die Arbeitgeberseite in Bewegung! Im Beschäftigteninfo Nr. 4 von Anfang Oktober haben wir bereits angedeutet, dass der durch Euch entfaltete Druck auf die Arbeitgeberseite, spürbar ist. Insbesondere die starke Beteiligung an den Aktionen machten und machen Eindruck! Wir merken, dass die Arbeitgeberseite offenbar nicht mit diesem massiven, flächendeckenden Protest gerechnet hat.

    Bislang haben unsere Aktionen bewusst nicht den Betriebsablauf gestört und sie waren ausdrücklich nur nach „innen“ gerichtet. Keine öffentliche Stellungnahme, keine Pressemitteilung oder Pressekonferenz, keine Protestaktion in einer Fußgängerzone, keine Unterschriftensammlung bei Kunden, keine Einbindung von Politikern etc. All dies wären denkbare Optionen die wir vor dem Hintergrund der beeindruckend hohen Aktionsbereitschaft in Betracht ziehen könnten. Dies wäre natürlich ganz und gar nicht im Sinne des Unternehmens.
    Lösungen erscheinen möglich!

    Wir sind sicher: nur vor dem Hintergrund der vielen Aktionen und der damit verbundenen Einsicht der Arbeitgeberseite, gemäß dem Motto: „Wenn wir ver.di bzw. den Beschäftigten nicht entgegenkommen, legen die noch ne Schippe drauf“ ist erste Bewegung der Arbeitgeber zu Kernforderung seitens ver.di sichtbar.

    Diese betrifft insbesondere die ver.di Forderungen zur wirtschaftlicher Absicherung aller Beschäftigten und der Notwendigkeit nicht mit Kündigungen bedroht zu werden.

    Wie bereits in den vorangegangenen Infos dargestellt, sind wir zudem auch die Interessenvertretung für junge Beschäftigte und Auszubildende. Wir wollen, dass Übernahme und damit verbundene Perspektiven erhalten bleiben und zwar ohne, dass der Abbaudruck in der Stammbelegschaft dadurch noch erhöht wird.

    Auch hier können wir erkennen, dass sich in diesem Themenkomplex die Arbeitgeberseite bewegt und Lösungsbereitschaft signalisiert.
    Konflikt nun beigelegt? Leider noch nicht. Einiges ist noch offen!

    Trotz der Bewegung der Arbeitgeberseite ist der Konflikt noch nicht beigelegt.

    Im Rahmen der Verhandlungen wurde deutlich, dass der Arbeitgeber neben dem beabsichtigten Personalabbau auch tiefgreifende strukturelle Änderungen im Betrieb vollziehen will. Diese werden von den Beschäftigten vieles abverlangen. Dazu gehören nach Arbeitgeberwillen neben einer Verringerung der Anzahl der Regionen und damit verbundenen größeren Führungsspannen in allen Bereichen, auch eine deutliche Ausweitung der Anforderungen im Hinblick auf die „Flexibilität“ der Beschäftigten.Hier sind die Positionen noch weit auseinander. Insofern werden wir sehen, ob ein „Einigungspaket“ zwischen BR und ver.di auf der einen und der Arbeitgeberseite auf der anderen Seite erreicht werden kann.

    Die Botschaft an die Arbeitgeberseite ist klar: Wir erkennen die „Lösungsbereitschaft“ an. Die bereits jetzt erreichten Belastungsgrenzen der Beschäftigten müssen jedoch respektiert werden. Dies muss sich im Verhandlungsergebnis wiederspiegeln.

    Beeindruckende Betriebsversammlung: Unterschriften überreicht.
    Anzahl der zu schließenden Shops bereits deutlich reduziert
    Gut 2000 Beschäftigte waren bei der beeindruckenden Betriebsversammlung am 29. Oktober in Bonn 2019 live dabei. Dies allein ist eine starke Botschaft in Richtung der Geschäftsführung. Zudem wurde durch viele Aktionen im Foyer und in der Versammlungshalle deutlich, dass wir gemeinsam dieses Kahlschlagprogramm ablehnen.

    Auch wenn wir weder als BR noch als ver.di die Maßnahme in Summe verhindern können, so arbeiten wir Hand in Hand daran die wirtschaftliche Basis aller Beschäftigten abzusichern, kollektive Regelungen zu erzielen, die die negativen Wirkungen auf den einzelnen Beschäftigten abmildern und eine nachhaltige Perspektive für die Beschäftigten der PVG zu erhalten.

    Ein toller Erfolg!
    Die Anzahl der zu schließenden Shops konnte der ver.di- BR bereits durch seine klare Haltung und Verhandlungsgeschick reduzieren. Dadurch bleiben 23 Shops zusätzlich erhalten!

    Wir verhandeln weiter, bis akzeptable Verträge unterschrieben sind.
    In den letzten Wochen nach der Betriebsversammlung sind die Verhandlungen intensiv fortgesetzt worden. Dennoch ist noch einiges offen.

    U.a. erreichten uns Anfragen von beurlaubten Beamtinnen und Beamten, die sich Sorge um ihre künftige Beurlaubung machen. Grundsätzlich muss man sagen, dass es keinen Rechtsanspruch auf eine Beurlaubung gibt, wohl aber auf einen amtsangemessenen Einsatz. Wie die PVG jedoch mit dem Thema umgehen wird, steht noch nicht fest. Diesbezüglich müssen wir das Ende der Verhandlungen insgesamt abwarten.

    Zu diesen und vielen anderen Fragestellungen werden wir ausführlich berichten, sobald belastbare Ergebnisse und Informationen vorliegen.

     Jetzt möchten wir uns allerdings bedanken bei unserem ver.di Betriebsrat für die vielen intensiven Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite und natürlich bei Euch, den vielen Beschäftigten, die gemeinsam mit unseren ver.di Vertrauensleuten unzählige Aktionen durchgeführt und Unterschriften gesammelt habt.
     
    Ihr seid der Schlüssel zum Erfolg!
    Trotz allem, wünschen wir Euch nun besinnliche und erholsame Feiertage und uns gemeinsam weiterhin viel Kraft im neuen Jahr. 

    Wir bleiben für euch dran!
    Gemeinsam stärker!
    Es kommt auf Dich an!
    Deine Einstellung zählt!

    08. Oktober 2019 - Beschäftigteninfo 04/2019

    DT PVG - ver.di Aktionen machen stark -  Ohne uns kein Geschäft!

    Aktionen in allen Regionen!

    Neben der flächendeckenden Sammlung von Unter­schriften sind unsere ver.di Vertrauensleute, Aus­kunftspersonen und Betriebsräte unterwegs um mit Beschäftigten überall kleine, aber deutlich sichtbare Zeichen zu setzen.

    Wie in unserem Info Nr. 3 beschrieben fanden in den vergangenen Wochen in allen Regionen Aktionen statt, in denen die Beschäftigten klarmachten wo Ihr „Druckpunkt“ liegt.

    Dabei wurde sehr deutlich: „Sicherheit im Um­bruch“ ist das oberste Ziel aller Beschäftigten. Ins­besondere bei den jüngeren Kolleginnen und Kollegen die noch keine 2 Jahre Betriebszugehörigkeit nach­weisen können und somit auch der bisherige tarifliche Kündigungsschutz bis Ende 2020 leider nicht greift.

    Die Übernahme von Azubis auf einem hohen Ni­veau steht eben­falls für viele Beschäftigte weit vorn auf der „Wunschliste“. Das zeugt besonders von einer hohen sozialen Kompe­tenz und Solidarität unserer Kolleginnen und Kollegen.

    Arbeitszeitverkürzung hätten alle gern, insbeson­dere um die Belastung des Einzelnen zu reduzieren und zudem das geplante Abbauvolumen insgesamt zu reduzieren. Allerdings sind Entgelt­einbußen bei einem „nur“ teilweise stattfindenden Lohnausgleich für viele, insbesondere in den unteren Entgeltgruppen nur schwer tragbar. Hier wünschen sich viele einen vollen Lohnausgleich, der jedoch - realistisch betrachtet - kaum durchsetz­bar ist. Zumindest bedürfte es einer zeitgleich statt­findenden Entgelterhöhung, um tatsächliche Entgelt­einbußen zu vermeiden.

    Weitere Impressionen
    Anbei einige Impressionen der vielen Dutzend Aktionen. Danke für die eindrucksvollen Fotos!

    Weitermachen - Haltung zeigen!
    Wir bleiben weiter gemeinsam dran.
    Mit jeder Unterschrift und mit jeder Aktion stärkt Ihr unsere Gesprächs- und Verhandlungsposition.
    Dieser gemeinsam auf die Arbeitgeberseite entfaltete Druck ist jetzt schon spürbar.

    Organisiert Euch - werdet ver.di Mitglied!
    Damit macht Ihr stark, was euch stark macht!
    Die Durchsetzungskraft einer Gewerkschaft entsteht nur durch viele, sehr viele, Mitglieder!

    Solidarisch – auch in Zukunft

    Betriebsversammlung am 29.10. in Bonn

    Lasst uns gemeinsam deutlich machen, dass wir die bisher vorgelegten Planungen nicht für akzeptabel halten!

    Jede und jeder kann teilnehmen! Ganz ausdrücklich. auch und insbesondere Auszubildende. Lasst euch nicht mit Sprüchen wie etwa „du willst doch sicher übernommen werden“ oder „lasst uns jetzt besonders hohe Absätze machen und nicht negativ auffallen, sonst werden wir erst recht dicht gemacht“, einschüchtern.

    Niemandem darf durch die Teilnahme an der Betriebsver­sammlung ein Nachteil entstehen! Dies ist Gesetzeslage und die Arbeitgeberseite hat dies auch nochmals aus­drücklich bekräftigt. Auch der Bestand des eigenen Shops wird durch eine mögliche Schließung am Versammlungs­tag sicher nicht beeinflusst.

    Natürlich wünscht sich die Arbeitgeberseite, dass alles weiterläuft wie bisher. Aber wie soll alles weiterlaufen wie bisher, mit fast 30% weniger Personal???

    Diese und weitere Antworten werden wir einfordern.

    Wir sehen uns am 29.10. in Bonn. Gemeinsam stärker! Jetzt bei den Aktionen mitmachen und die Durchsetzungsfähigkeit durch eine Mitgliedschaft stärken!

    Es kommt auf Dich an! Deine Einstellung zählt!

     

    Bilder von Aktionen ver.di Aktionsbilder

    12. September 2019 - Beschäftigteninfo 03/2019

    DT PVG in Bewegung! - Aktionen und mehr Geld

    Viele Gespräche, hunderte Unterschriften, zahlreiche Aktive und neue Mitglieder

    In den letzten Wochen sind unsere ver.di-Vertrauensleute, Auskunftspersonen und Betriebsräte in allen Bereichen der Deutschen Telekom Privatkundenvertrieb GmbH (PVG) unterwegs gewesen. Sie haben informiert, Unterschriften gesammelt und dabei viele Kolleginnen und Kollegen gesprochen die bereit sind, sich an Aktionen für Sicherheit im Umbruch zu beteiligen. Der Zuspruch zu unseren bisherigen Aktivitäten macht Mut und gibt uns Kraft.

    Aber zunächst noch einmal einen kurzen Blick auf die Arbeitgeberseitig geplanten Maßnahmen selbst.
    Zwischenzeitlich wissen wir, dass die Abbauplanungen noch umfangreicher sind als bisher angenommen. Nicht nur bei der Anzahl der Shops, sondern auch im Partner­vertrieb und im Infrastrukturvertrieb stehen maßgebliche Kürzungen auf der Agenda. Die Zentrale steht besonders im Fokus.

    Uns ist als ver.di auch klar, dass manche Veränderungen unausweichlich sind. Aber Veränderung muss nicht Kahl­schlag heißen! Wir erwarten einen offensiven Markt­angang mit kreativen und innovativen Maßnahmen zur Stärkung der Kundenbindung über eine starke PVG. Wir wollen den Umfang des Abbaus deutlich reduzieren und vor allem die negativen Auswirkungen auf die Beleg­schaft begrenzen. Dies sowohl für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wie auch (beurlaubte) Beamtinnen und Beamte.

    Sicherheit ist die Basis für Motivation
    Eigentlich sollte die Arbeitgeberseite wissen: Um Veränderungen erfolgreich zu gestalten, braucht es vor allem motivierte Mitarbeiter und kein Klima der Angst.

    Deshalb hat die Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat in einem Gespräch mit der Arbeitgeberseite drei „Kern­themen“ benannt, die bereits in Beschäftigteninfo Nr. 1 beschrieben sind:

    Kündigungsschutz für die Dauer der Maßnahme (31.12.2021)
     
    Formen der Arbeitszeitverkürzung
     
    Kein Raubbau bei der Übernahme von Nachwuchskräften. Diese hat die Arbeitgeberseite bislang rundweg abge­lehnt.
     
    Es ist Zeit für flächendeckende Aktionen
    In seiner Sitzung hat der Bundesfachgruppenvorstand Telekommunikation die Situation bewertet:

    Nehmen wir zur Kenntnis, dass sich die Arbeitgeber­seite aktuell nicht bewegt.
     
    Die bisherige, großartige Beteiligung an der Unter­schriftensammlung sowie die Vielzahl neuer und akti­ver Mitglieder zeigt die Entschlossenheit und in Teilen, jetzt schon vorhandene, hohe Aktionsbereit­schaft.
     
    Das war ein brillanter Start, regional jedoch sehr unterschiedlich ausgeprägt. Um eine effektive Durch­setzungsfähigkeit zu erreichen, müssen wir flächen­deckend Aktionen durchführen. Nur die Kraft der Argumente wird am Ende nicht ausreichen.
     
    Geschlossenheit macht stark!
    Wir bitten alle Beschäftigten, sich mit uns für „Sicherheit im Umbruch“ einzusetzen und an den ver.di Aktionen zu beteiligen.

    Während die Sammlung von Unterschriften weitergeht, rufen wir euch auf, in diesen Aktionen „Gesicht zu zei­gen“. Unsere Vertrauensleute stehen Euch mit Anregun­gen, Hinweisen und Tipps zur Seite. Macht Fotos Eurer Aktion und schickt sie an euren jeweiligen ver.di Landes­fachbereich.

    Erste Beispiele sind bereits publik! Vielen Dank an alle Beteiligten, die hier für ihre gemeinsamen Interessen Gesicht zeigen. Davon mehr bitte!
    Wir sind der festen Überzeugung, dass wir die Arbeit­geberseite zum Einlenken bringen können, sofern wir als Belegschaft in der gesamten PVG, in allen Vertriebs­kanälen und allen Regionen sowie der Zentrale fest zusammenstehen und dies die Geschäftsführung auch spüren lassen.

    Wir hoffen sehr, dass wir gemeinsam die Geschäfts­leitung mit flächendeckend durchgeführten, kreativen Aktionen zum Einlenken bringen.

    Der Plan ist gemacht und Ihr zieht mit!

    Während die Sammlung von Unterschriften weitergeht, rufen wir euch auf, in diesen Aktionen „Gesicht zu zei­gen“. Unsere Vertrauensleute stehen Euch mit Anregun­gen, Hinweisen und Tipps zur Seite. Macht Fotos Eurer Aktion und schickt sie an euren jeweiligen ver.di Landes­fachbereich.

    Erste Beispiele sind bereits publik! Vielen Dank an alle Beteiligten, die hier für ihre gemeinsamen Interessen Gesicht zeigen. Davon mehr bitte!
    Wir sind der festen Überzeugung, dass wir die Arbeit­geberseite zum Einlenken bringen können, sofern wir als Belegschaft in der gesamten PVG, in allen Vertriebs­kanälen und allen Regionen sowie der Zentrale fest zusammenstehen und dies die Geschäftsführung auch spüren lassen.

    Wir hoffen sehr, dass wir gemeinsam die Geschäfts­leitung mit flächendeckend durchgeführten, kreativen Aktionen zum Einlenken bringen.

    Der Plan ist gemacht und Ihr zieht mit!

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    [19. Juli 2019 Beschäftigten Info 2]

    Vollbetroffenheit 

    Der Begriff „Vollbetroffenheit“ beschreibt, dass eine Organisations- und Rationalisierungsmaßnahme alle Beschäftigten in einem Unternehmen betrifft. Diese Feststellung löst in den Tarifverträgen zum Rationalisierungsschutz in den Telekomeinheiten einen bestimmten Mechanismus aus. 

    Moment, mal... 

    in der PVG haben wir gar keinen Tarifvertrag zum Rationalisierungsschutz und
    sind wirklich alle Beschäftigten betroffen? 
     
    Die Antworten sind Ja und Ja! 

    Wie in unserem Beschäftigteninfo 1 beschrieben, braucht es einen uneingeschränkten Kündigungsschutz mindestens bis zum geplanten Ende der Maßnahmen am 31.12.2021. 

    Aktuell haben wir einen Ausschluss von betriebsbedingten Beendigungskündigungen bis zum 31.12.2020. Es fehlt somit mindestens 1Jahr. Ein Jahr in dem viel passieren kann. 

    Ein Tarifvertrag zum Rationalisierungsschutz würde zumindest eine Auffanggesellschaft und eine dauerhafte wirtschaftliche Absicherung der identifizierten Beschäftigten bieten. 

    20% Shops schließen 
    Die PVG ist tatsächlich kollektiv betroffen. Die Aussage der Arbeitgeberseite ist: Bis zu 80% der Shops bleiben erhalten. 

    Klartext: mindestens 20% sollen geschlossen werden. Mindestens! 

    Aktuell haben wir 505 Shops bundesweit. 20% sind 101! Und es sind viel mehr auf dem Prüfstand. Lediglich 200 sollen „safe“ sein. Welche das sein werden, wissen wir nicht. 

    100 Shop-Leiter*innen und 500 bis 700 Verkäufer*innen weniger 
    Gehen wir im besten Fall davon aus, dass nur 100 Shops geschlossen werden. Dann braucht der Arbeitgeber auch 100 Shopleiter*innen und - sagen wir ca. 500 bis 700 Verkäufer*innen nicht mehr. Insgesamt sollen jedoch 1.200 bis 1.300 FTE (Full Time Equivalent) gestrichen werden... woher kommt wohl der Rest? 

     Zentrale im Fokus 
    Zitat der arbeitgeberseitigen Information: 

    „Auch in der Zentrale liegen Chancen...“ Zitat Ende. 

    So nennt man das jetzt. Wir finden das ziemlich zynisch!  Damit setzt die Geschäftsführung die berufliche Zukunft und Existenz vieler Beschäftigter in so gut wie allen Bereichen aufs Spiel. 

    Regelungen aus dem Kündigungsschutzgesetz 
    Welche Beschäftigten hinterher tatsächlich individuell betroffen sein werden liegt nicht daran ob der jeweilige Shop oder Bereich dicht gemacht bzw. verkleinert wird. 

    Wenn der tarifliche Schutz nicht (mehr) greift, gelten die gesetzlichen Regelungen. 

    Das bedeutet, dass neben Qualifikation und aktuellem Aufgabenbereich bzw. Shopstandort, soziale Faktoren eine wesentliche Rolle spielen. Lebensalter, Betriebszugehörig-keit, unterhaltspflichtige Kinder etc. Eine anschließende sogenannte „Löcherwanderung“ durch notwendige Versetzungen wird zudem in der Folge ausgelöst, wenn Beschäf-tigte identifiziert werden, die in einem Bereich oder Shop beschäftigt sind der erhalten bleibt, oder gar aufgebaut wird, wie der Internetvertrieb.  Gerade die jüngeren Beschäftigten sind somit eher gefährdet. Ein besonderes Gefahrenpotential besteht für Beschäftigte, die noch keine zwei Jahre Betriebszugehörigkeit haben. Für sie greift auch der bisherige tarifliche Schutz nicht. 

    Geschlossenheit macht stark! 
    Wir dürfen uns in diesen Tagen und Wochen als Belegschaft nicht spalten lassen. Ob jung oder älter, ob Arbeitnehmer*in oder (beurlaubte/r) Beamt*in, ob vermeintlich sicherer oder eher unsicherer. 

    Unser Ziel ist alle Beschäftigten gleichermaßen zu schützen! 

    Dafür müssen wir zuerst Geschlossenheit in der PVG herstellen und diese Geschlossenheit auch gegenüber der Geschäftsführung deutlich machen. Nur so können wir unser Ziel erreichen! Das hier ist kein Spaß und kein Spiel. 

    Beteiligt euch! 
    Ab sofort gehen unsere ver.di Vertrauensleute, Betriebsräte und Auskunftspersonen durch die gesamte PVG. Jeder Shop und jeder Bereich wird aufgesucht. Wir sammeln Unterschriften für Sicherheit im Umbruch. Wir wollen aber auch wissen, wer bereit ist, sich an gewerkschaftlichen Veranstaltungen, möglichen Protestaktionen bis hin zu Arbeitskampfmaßnahmen zu beteiligen. 

    Nur wenn mindestens die Hälfte der Belegschaft dazu konkrete Bereitschaft signalisiert, sind wirkungsvolle Maßnahmen überhaupt denkbar. Würden sich nur wenige beteiligen, geht der „Schuss“ eher nach hinten los. Dann lassen wir es besser. 

    Die weitere Vorgehensweise, auch die Frage, ob wir die Arbeitgeber zu offiziellen Tarifverhandlungen auffordern werden, hängt maßgeblich von der Bewertung unserer konkreten Durchsetzungsfähigkeit ab. Diese Bewertung nehmen unsere zuständigen, gewählten ver.di-Gremien auf Bundesebene Anfang September vor. 

    Signalisiert deshalb eure Aktionsbereitschaft bitte bis Ende August eurer zuständigen ver.di-Vertrauensperson. Werdet zudem Mitglied, wenn ihr es bisher noch nicht seid. Alle Maßnahmen kosten auch Geld, die die ver.di-Mitglieder mit Ihrem Beitrag finanzieren. Finanzkraft trägt auch zur Durchsetzungsstärke bei! Solidarität macht stark. 

    Abgestimmtes, planvolles Handeln!
    Wir gehen eng abgestimmt und überlegt vor. Der abgestimmte Zeitplan sieht vor, dass unmittelbar vor Beginn der Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Arbeitgeberseite die ver.di-Gremien erste Weichenstellungen vornehmen werden. Dies wiederum vor dem Hintergrund der festgestellten Aktionsbereitschaft der Beschäftigten aller Bereiche der PVG. 

    Erst danach und in Kenntnis der konkreten Planungen der Arbeitgeber ist es sinnvoll konkrete Protestmaßnahmen einzuleiten. 

    Beispielsweise der Angang von Politik und Bürgermeister*innen sich mit für den Erhalt von Shops und Arbeitsplätzen in einer konkreten Gemeinde einzusetzen. Aktuell wäre das eher kontraproduktiv, da sich die Arbeitgeber in Ausflüchten zurückziehen würden. Sollte es später wirklich eng werden, wäre wertvolles Pulver bereits verschossen.  

    Große Beteiligung an der Betriebsversammlung nötig 
    Am 29. Oktober findet die vom Betriebsrat organisierte Betriebsversammlung statt. Lasst uns der Arbeitgeberseite zeigen wie gut die PVG mit über 1.200 Beschäftigten weniger an Bord funktioniert. Nur mal an einem Tag – nicht dauerhaft.  Interessant wird es zudem, wenn rund 100 Shops tatsächlich schließen müssten. Nur mal für einen Tag versteht sich. Die Arbeitgeberseite will dies ja dauerhaft. 

    Ernsthaft: Wir wollen, dass die PVG dauerhaft erfolgreich am Markt agiert. Dazu ist eine motivierte Belegschaft notwendig. Dies geht nicht mit Unsicherheit und Angst. Lasst uns das gemeinsam der Geschäftsführung gegenüber deutlich machen. 

    Kollektive Betroffenheit erfordert kollektives Handeln! 

    Wir bleiben am Ball und werden weiter informieren. 

    Gemeinsam stärker! Jetzt Verhandlungsposition durch Mitgliedschaft stärken! 

    Es kommt auf Dich an! Deine Einstellung zählt! 

    Jetzt ver.di Mitglied werden

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    [12. Juli 2019 Beschäftigten Info 1]

    PVG: Ohne UNS – kein Geschäft!


    Mit Erschrecken haben wir die Strategien der Arbeitgeberseite für die Deutsche Telekom Privatkundenvertrieb GmbH (PVG) zur Kenntnis genommen.

    Fast 30% des Personals und eine erhebliche Anzahl der eigenen Shops sollen wegfallen!
    Das unterschreiben wir nicht!

    Wir verstehen, dass Kundenfrequenz in den Innenstädten teils dramatisch zurückgeht. Natürlich müssen Strategien entwickelt werden, um darauf angemessen zu reagieren.

    Dabei ist die Arbeitgeberseite nun besonders kreativ und sagt: Weniger Kunden, also weniger Personal, weniger Shops und gleichzeitig mehr Profit!

    Wir versuchen natürlich, Einfluss zu nehmen und bringen Ideen ein, wie die Kundenfrequenz in den Shops gesteigert werden könnte. Letztlich bleibt die Entscheidung allerdings allein auf der AG- Seite, was sie wie umsetzt.
     
    Die Arbeitgeberseite entscheidet allein darüber:

    wieviel Personal abgebaut wird,
     
    wieviele Shops geschlossen oder gewandelt werden,
     
    wieviele Nachwuchskräfte nicht mehr übernommen werden,
     
    ob Kündigungen ausgesprochen werden, etc.

    Allerdings: Vor einem Personalabbau müssen alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

    Vor allem dürfen keine Kanäle gegeneinander ausspielt werden. Profitabilität ist wichtig. Dennoch:
    Haben unsere Verkäuferinnen und Verkäufer nicht vielfach bewiesen, dass Sie Face to Face werthaltiger Verkaufen, wenn sie die Möglichkeiten dazu bekommen?

    Warum also nicht mal über einen „Shop-Vorteil“ nachdenken und diesen entsprechend bewerben? Schließlich gibt es dort die beste Beratung!
     
    Wir sind zu lösungsorientierten Gesprächen bereit. Unser Focus liegt dabei auf der Sozialverträglichkeit aller Maßnahmen.

    Wir brauchen:
    den uneingeschränkten Schutz vor Kündigungen, statt Unsicherheit und Angst
     
    Arbeitszeitverkürzung mindestens auf 36h/Woche mit Teillohnausgleich (14 Tage Regelung wie DTS, DTA, DTT) oder gar auf 34h (wie TD, DTAG) statt Überlastung für verbleibende Beschäftigte
     
    Zukunft für Azubis im Konzern statt Perspektivlosigkeit durch Wegfall von Übernahmeplätzen
    Um nur die drei wichtigsten Forderungen zu nennen.
     
    Ein erstes Gespräch fand statt:

    Die Arbeitgeberseite hat unsere Forderungen allesamt zurückgewiesen.

    Man möchte unsere Unterstützung bei den Maßnahmen, ist aber nicht bereit, auf unsere Forderungen einzugehen.

    Das zeigt, wie hart die Arbeitgeberseite aufgestellt ist und lässt nichts Gutes für die Zukunft erahnen.
     
    Wir müssen uns nun ebenfalls „aufstellen“ und zusammenstehen.

    Nicht nur die Beschäftigten in den Shops sind betroffen: Die Abbaumaßnahmen werden sicher an keinem Bereich spurlos vorrübergehen. Weniger Shops und Personal bedeutet auch weniger Beschäftigung im Querschnitt und der Zentrale.
    Kollektive Betroffenheit erfordert  kollektives Handeln!
    Neben dem Betriebsrat, der bald gefordert sein wird, einen Sozialplan und Interessenausgleich zu verhandeln gilt es, unsere gewerkschaftlichen Handlungsmöglichkeiten zu stärken!

    Kündigungsschutz und Arbeitszeitverkürzung müssen tarifvertraglich durchgesetzt werden!
    Wenn es hart auf hart kommt, auch durch Protestaktionen und Mitteln des Arbeitskampfes.
    Das wollen wir ausdrücklich nicht!
    Wir müssen uns aber auf alle Szenarien vorbereiten.
     

    Derzeit ist die Situation wie folgt:

    Der tarifvertragliche Schutz vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen gilt bis Ende 2020
     
    Einen Tarifvertrag zum Rationalisierungsschutz wie in der T-D oder den übrigen Servicegesellschaften gibt es in der PVG nicht!
     
    In der DT-Service, in der DT-Außendienst sowie in der DT Technik gilt eine tarifvertragliche Arbeitszeit von 36h, 37h werden bezahlt und 38h gearbeitet. Die entstandene "Überzeit" wird in freien Tagen abgegolten (bei Vollzeit 14 Tage!)
     
    In der T-D und DTAG gilt die 34h/Woche.
     
    In der PVG hingegen die 38h/Woche von der man selbst bei massivem Arbeitsplatzabbau nicht runter will!!
     
    Wir wollen nichts weiter als faire Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten in der PVG!
    Auch und gerade in schwierigen Zeiten.

    Wir bleiben am Ball und werden weiter informieren.
     
    Gemeinsam stärker!
    Jetzt Verhandlungsposition durch Mitgliedschaft stärken!

    Es kommt auf Dich an!
    Deine Einstellung zählt!
    ver.di Ich zieh mit!
     
    Mach stark, was Dich stark macht!
    Spätestens jetzt: ver.di stärken!

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