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Zukunft Ausbildung und Ausbildungsquote im Telekom Konzern 2021 …

Zukunft Ausbildung und Ausbildungsquote im Telekom Konzern 2021 #vorbei?

Wie weiter mit Telekom Ausbildung?



2015 hat sich ver.di mit den Arbeitgebervertretern auf ein Zukunftskonzept Ausbildung geeinigt. Bestandteil war auch die Festlegung der Ausbildungsquote bis zum Jahr 2021.

Wie geht es weiter mit Telekom-Ausbildung? Wie viele junge Menschen #dabei sind entscheidet die Frage, in welchem Umfang die Ausbildung bei der Telekom #vorbei? ist.

+++ NEU: Instagram Kanal https://www.instagram.com/_unfairhandelt_/ +++

Wir haben bayerische Bundestagsabgeordnete und die Oberbürgermeister der betroffenen Städte gebeten uns zu unterstützen und ihre Unterstützung durch ein kurzes Video Statement auch öffentlich zu machen. Vielen Dank an:


Andreas Starke Oberbürgermeister der Stadt Bamberg


Marcus König Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg


Jens Meyer Oberbürgermeister der Stadt Weiden



Unterstützung von bayerischen Bundestagsabgeordneten


MdB Klaus Ernst (Die Linke)


MdB Susanne Ferschl (Die Linke)


MdB Uli Grötsch (SPD)


MdB Gabriela Heinrich (SPD)


MdB Bernd Rützel (SPD)


MdB Marianne Schieder (SPD)


MdB Stefan Schmidt (B90/Grüne)


MdB Martina Stamm-Fibich (SPD)


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27. April 2021

Keine Einigung

Am Montag den 26. April sind die Gespräche zwischen ver.di und Telekom zur zukünftigen Anzahl von Ausbildungs- und Studienplätzen im Telekom-Konzern ab dem Jahr 2022 fortgesetzt worden. In dieser mittlerweile vierten Verhandlungsrunde konnte keine Einigung erzielt werden. Nachdem die Telekom bereits in der dritten Runde keine akzeptable Basis für eine Einigung hergestellt hat, hat sie die Chance, ein einigungsfähiges Konzept vorzulegen, auch in der vierten Verhandlungsrunde ausgelassen! Die Gespräche haben in einer wertschätzenden und konstruktiven Atmosphäre stattgefunden, dennoch liegen insbesondere die Sichtweisen zur Anzahl zukünftiger Ausbildungs- und Studienplätze weit auseinander!



Verhandlungsstand mit Licht und Schatten

Die ver.di-Verhandlungskommission hat zu Beginn der Verhandlungen sehr deutlich gemacht, dass die sich weiterhin zuspitzende Situation am Ausbildungsmarkt, ein unverändertes gesellschaftliches Engagement der Telekom, zur Absicherung der Zukunft junger Menschen, bedarf. Die Telekom ist wirtschaftlich hervorragend durch die Corona Krise gekommen. Daher ist sie gefordert und imstande, einen zusätzlichen Beitrag zu leisten, statt zu einer unnötigen Verschärfung am Ausbildungsmarkt beizutragen. Unsere bisherigen ver.di-Aktionen und die Appelle aus Politik und Wirtschaft haben offensichtlich Wirkung gezeigt. Die Telekom hat die Zeit seit der letzten Verhandlungsrunde genutzt, um ihre bisherigen Positionen zu überdenken. So ergibt sich zum Ende der vierten Verhandlungsrunde folgender Verhandlungsstand, bei dem sich die Telekom zu folgenden Punkten bereit erklärt hat:



* für das Jahr 2021 soll an der bereits vereinbarten Anzahl von 2.150 Ausbildungs-/ Studienplätze festgehalten werden, (dabei sollen die aktuell noch 450 freien Plätze besonders beworben werden),

* für das Jahr 2022 sollen aus Sicht der Telekom - zwar mehr als bisher (vor Corona) geplant - in Summe allerdings nur noch 1.820 Ausbildungs-/Studienplätze angeboten werden, - dies umfasst nun auch eine Quote von 100 Plätzen für T-Systems,

* ab dem Jahr 2023 soll dann, statt einer festen Gesamtzahl, zukünftig eine % Einstellungsquote in Höhe von 2,2% eingeführt werden (auf Basis der dann jeweils zum Jahresende vorhandenen nationalen Beschäftigtenanzahl im Konzern), und …

* für das Jahr 2024 soll diese Quote dann auf 2,1% gesenkt werden,

* zusätzlich soll ein einjähriges Programm zur Berufsorientierung für ca. 100 Schul- bzw. Studienabrecher aufgelegt und umgesetzt werden, sowie

* die seitens ver.di eingebrachte Idee, zur Einführung einer Verbundausbildung, soll konkret aufgegriffen und erprobt werden, und

* die Flächenpräsenz der Ausbildung soll erhalten bleiben.



Die ver.di-Verhandlungskommission hat die Bereitschaft des Arbeitgebers, sich in Teilen auf ver.di zu zubewegen anerkannt und bewertet. Unter anderem, das Aufgreifen der Verbundausbildung als auch die geplanten zusätzlichen Maßnahmen zur Berufsorientierung ist positiv. Insgesamt ist aber auf Basis der arbeitgeberseitigen Vorschläge keine Einigung möglich.



ver.di kritisiert die Pläne zur Absenkung

Hinsichtlich der Anzahl der Ausbildungsplätze bleibt „das Angebot“ der Telekom weit hinter den Erwartungen der ver.di-Verhandlungskommission zurück. „Wir sind entäuscht, dass die Telekom bei der Anzahl der Ausbildungs- und Studienplätze trotz der Corona-Pandemie offensichtlich nicht bereit ist, zumindest übergangsweise, die heutige Anzahl von 2.150 zu halten“ sagt ver.di Verhandlungsführer Frank Sauerland. Auch wenn die vorgeschlagene Anzahl von 1.820 für das Jahr 2022 über der ursprünglichen arbeitgeberseitigen Planung (vor Corona) liegt, bedeutet die eine Absenkung in Höhe von ca. 15% gegenüber dem Einstellungsjahr 2021. Die vorgesehene systematische Umstellung auf eine prozentuale Quote ab 2023 bedeutet eine weitere Absenkung, die nach heutigem Kenntnisstand eine Kürzung von mehr als 20% ausmacht. (bezogen auf die Einstellungszahl im Jahr 2021)



Dies ist für ver.di keine Basis für eine Einigung!

ver.di hält den aktuellen Verhandlungsstand zu den Zahlen – in der aktuellen Zeit – in der der Ausbildungsmarkt bereits stark belastet ist, für keine tragfähige Antwort an die vielen jungen Menschen, die auf den Ausbildungsmarkt kommen. Wie geht’s weiter? Die Arbeitgebervertreter*innen der Telekom haben die klare Position der ver.di-Verhandlungskommission entgegengenommen und auf Nachfrage erklärt, dass sie in Kenntnis, dass die Zeit für Ausbildungsplatzangebote in 2022 knapp wird, die in der vierten Verhandlungsrunde getätigten Zusagen - auch ohne eine Einigung - umsetzen wollen. Die ver.di-Verhandlungskommission wird den nun erreichten Verhandlungsstand in den zuständigen Gremien vorstellen und dort das weitere Vorgehen diskutieren.

Fest steht schon heute:

Die Auseinandersetzung zur Frage, und die Vereinbarung zur Anzahl der Ausbildungs-/Studienplätze hat in der Sozialpartnerbeziehung zwischen ver.di und der Telekom eine lange Tradition. ver.di hat klargestellt, dass der Dialog in dieser wichtigen Frage zwischen den Sozialpartnern nicht abreißen darf. Daher steht ver.di zur Fortsetzung der Gespräche weiterhin zur Verfügung. Der Arbeitgeber muss hierfür allerdings die notwendigen Voraussetzungen schaffen. ver.di wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass eine hohe Einstellungszahl an Ausbildungs- und Studien-verhältnissen angeboten wird und die Bedeutung des Themas nicht aus dem Fokus des Managements verschwindet!

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26. April 2021 Pressemitteilung ver.di Bundesvorstand

Deutsche Telekom: ver.di fordert Erhalt des Ausbildungsangebotes für Auszubildende und dual Studierende



Vor der nächsten Runde der Verhandlungen zur Zukunft der Ausbildung bei der Deutschen Telekom am Montag (26. April 2021) fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) von den Arbeitgebern, das Ausbildungsangebot mindestens auf dem bisherigen Niveau zu halten.



"Die Ausbildung und das duale Studium sind eine wichtige Säule für die Zukunftsfähigkeit der Deutschen Telekom und des deutschen IT- und Telekommunikationsmarktes. Diese Säule muss gerade in den jetzigen Zeiten der Corona-Pandemie stabilisiert werden", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Schmitz.



Die Telekommunikationsbranche zeigt sich besonders krisenfest. So habe die Deutsche Telekom trotz Corona für das Jahr 2020 ein Rekordergebnis erreicht und plane für 2021 weitere deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Sauerland. "Daraus erwächst auch eine besondere gesellschaftspolitische Verantwortung für die Telekom. Sie sollte das gute Ergebnis zum Anlass nehmen, mit gutem Beispiel am Ausbildungsmarkt voranzugehen." Damit werde nicht nur der durch Corona angespannte Ausbildungsmarkt entlastet, sondern auch dem seit Jahren vorhandenen Fachkräftemangel im IT-Bereich entgegengewirkt. Der steigende Fachkräftemangel werde zunehmend ein Hemmnis bei der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. "Wie wichtig IT und digitale Infrastruktur sind, erleben in der Pandemie gerade alle."

ver.di hatte sich im Jahr 2015 mit den Arbeitgebern auf das so genannte Zukunftskonzept Ausbildung bei der Deutschen Telekom geeinigt. Bestandteile des Konzepts sind unter anderem Festlegungen zur Ausbildungsmethodik, zu den notwendigen Skills der Zukunft und zur konkreten Zahl der Ausbildungsplätze und der Studienplätze für Studierende in dualen Studiengängen. In den letzten Jahren hatten sich ver.di und die Arbeitgeber auf zuletzt jährlich 2.150 Plätze für Auszubildende bzw. dual Studierende verständigt. Diese Vereinbarung gilt noch für das Ausbildungsplatzangebot im Jahr 2021. Die Telekom hat in den bisherigen Gesprächen angekündigt, diese Anzahl ab 2022 deutlich reduzieren zu wollen. Gegen diese Absichten des Telekom-Managements gibt es mittlerweile zahlreiche Stimmen aus Politik und Wirtschaft, die ver.di unterstützen.

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15. März 2021

Erste Tranche der Ausbildungsquote soll ausgeschrieben werden, doch dies kann nicht alles sein!

Aktionen zeigen Wirkung

Am ersten März fand die dritte Runde zur Ausbildungs-quote im Telekom Konzern statt. Die Erwartungen der ver.di-Delegation, die Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Telekom AG, waren klar. Sowohl Beschäftigte als auch Politikerinnen und Politiker ha-ben in den letzten Tagen den Forderungen von ver.di Nachdruck verliehen. Die bisherige Ausbildungsleistung darf nicht reduziert werden!

Erste Tranche soll ausgeschrieben werden

Während des Gesprächstermins legte der Arbeitgeber keinen Gesamtvorschlag zur Ausbildungsquote vor. Dennoch soll der Start der Rekrutierung so schnell wie möglich erfolgen können. Daher wurde eine erste Ausschreibungstranche verabredet. 850 Ausbildungs- und 450 duale Studierendenplätze sollen bereits jetzt regionalisiert und ausgeschrieben werden.



Quote für zweite Tranche soll schnellstmöglich folgen

Mit der ersten Tranche geben wir uns nicht zufrieden. Die Gespräche werden weitergeführt, denn unsere Forderungen sind noch nicht erfüllt!



T-Systems (TSI) nicht berücksichtigt

Wegen der anhaltenden Transformation und der damit ungewissen Zukunft der T-Systems, sieht der Telekom Konzern bei der ersten Tranche keinen Bedarf für die TSI.

Die ver.di-Verhandlungskommission kritisiert diese Planung deutlich! Die T-Systems, die Großkunden- und IT-Tochter im Telekom Konzern, benötigt, um zukunftsfähig zu sein, gut ausgebildete Fachkräfte! Es ist nicht ausgeschlossen, dass in der zweiten Tranche die TSI Auszubildenden und dual Studierenden zugewiesen werden.

Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, zur Situation bei der Deutschen Telekom AG:

„Konzerne wie die Telekom müssen mehr ausbilden. Es darf nicht sein, dass sich börsenorientierte Unternehmen bei der Ausbildung der jungen Generation im-mer mehr einen schlan-ken Fuß machen. Statt-dessen werden gut quali-fizierte Fachkräfte von kleineren Betrieben und aus dem Handwerk ab-geworben. ‚Rendite geht vor Ausbildung‘ kann nicht das Motto unserer Gesellschaft sein. Gerade die größeren Unterneh-men und Konzerne ha-ben die Möglichkeit, auch Jugendliche mit schlechteren Startchancen auszubilden.

Fikret Fejzovic, Vorsitzender des Betriebsrates Telekom Ausbildung, wertet eine mögliche Absenkung der Ausbildungsquote folgendermaßen:

„Sofern eine Absenkung der Ausbildungsquote bei der Telekom geschieht, sind 130 - 150 Arbeitsplätze sowohl von Lern- und Studienbegleitern als auch im Querschnitt bedroht. Das würde die Ausbildungsstrukturen und die Präsenz der DTAG in der Fläche unwiderruflich schädigen.“

Zum Stand der Gespräche sagt Florian Haggenmiller, ver.di Bundesfachgruppenleiter TK und IT/DV:

„Dass die Deutsche Telekom AG in Zukunft nach eigenem Bedarf ausbilden will, können und werden wir nicht akzeptieren. Die vorgelegten Planungen des Telekom Konzerns reichen bei weitem nicht aus, den Fachkräftebedarf des Konzerns zu decken und der gesellschaftlichen Verantwortung, gerade nach dem Rekordumsatzjahr 2020, gerecht zu werden!“

Nun gilt es, den Druck zu erhöhen. ver.di fordert ihre Mitglieder nun auf, den Gesprächsstand den Politikerinnen und Politiker in ihrem Wahlkreis zu schildern, um Unterstützung für die ver.di-Forderun-gen zu organisieren!

01. März 2021

Es geht um mehr als die Ausbildungsquote bei der Deutschen Telekom.



Am 01. März findet ein weiteres Gespräch zur Ausbildungsquote bei der Deutschen Telekom statt. Konkret geht es um die Ausbildungsleistung ab Herbst 2022. Die ver.di Delegation hat ihre Erwartungen bereits in den letzten beiden Treffen dargestellt und begründet. Sie erwartet mindestens eine gleichbleibende Ausbildungsleistung.



Neben den Gesprächen zur Ausbildungsquote stehen ebenfalls auch die Themen zur Mitbestimmung bei der Ausbildung im T-Konzern, zur Ausbildungsmethodik

und die Ausbildungsstandorte in den Regionen auf der Agenda.



Corona beeinflusst Ausbildungsmarkt

Aufgrund der anhaltenden Pandemie spitzt sich die Lage auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu. Laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wurden 2020 57.600 Ausbildungsverträge weniger abgeschlossen als im Vorjahr. Dies entspricht einem Minus von 12 Prozent. Damit verbunden, ging das Ausbildungsplatzangebot um 8,8% zurück.

Die Zahlen des BIBB zeigen, wie wichtig die ver.di Forderungen für den zukünftigen Fachkräftebedarf der Bundesrepublik als auch für den T-Konzern sind. Die Deutsche Telekom muss sowie andere Großkonzerne, nun auch ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen!



Politik stellt klare Anforderungen

Sowohl der Vorsitzende des DGB sowie Spitzen der deutschen Arbeitgeberverbände als auch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier richteten schon im Sommer 2020 einen Appell an Ausbildungsbetriebe: „Wir rufen die Unternehmen in Deutschland auf: Setzen Sie wo immer möglich und trotz schwieriger Rahmenbedingungen, Ihr Engagement für die Ausbildung fort, schaffen Sie Ausbildungsplätze.“



Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), bekräftigte dies am 20. Februar 2021 in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, in dem er einen Einbruch bei den Ausbildungsstellen als fatal für alle bezeichnete.



Dennis Radtke, Mitglied des Europäischen Parlaments (CDU) in einer Videobotschaft: „…die Telekom ist nicht irgendein x– beliebiger Technologiekonzern, sondern der Bund ist

immer noch größter Aktionär und wir brauchen jetzt, gerade in dieser Krise Leuchttürme, die ein starkes Signal setzen…“

Beate Müller-Gemmeke, Mitglied des Deutschen Bundestags (Bündnis 90/Die Grünen): „Gerade jetzt muss die Telekom engagiert Ausbildungsplätze zur Verfügung

stellen. Junge Menschen brauchen auch in der Corona-Pandemie Chancen und Perspektiven. Auch mit Blick auf die Digitalisierung ist Ausbildung dringend notwendig, um einen

Fachkräftemangel zu vermeiden. Es gibt also viele gute Gründe für mehr Ausbildung. Hier geht es um Vorbildfunktion und auch um gesellschaftliche Verantwortung und dem muss die Telekom gerecht werden!"

Sabine Zimmermann, Mitglied des Deutschen Bundestags (Die Linke): „Als führender Telekommunikationsanbieter steht die Telekom in der Verantwortung, die

Fachkräfte von morgen auszubilden. Deshalb: Ausbildungsplätze sichern!“

Christoph Schmitz, Mitglied des ver.di Bundesvorstand: „Wir erwarten von der Deutschen Telekom AG eine Ausbildungsleistung mindestens auf dem bisherigen Niveau. Zudem sollten sie andere Unternehmen und Behörden durch Verbundausbildungsformen unterstützen. Funktionierende, vorhandene und gute Ausbildungsstrukturen in solch einer Situation einzureißen ist fahrlässig für den Telekom-Konzern und verstärkt den negativen Trend am Ausbildungsmarkt.“

Wir fordern die Deutsche Telekom auf, an der bisherigen Ausbildungsleistung festzuhalten. Es ist nicht die Zeit gesellschaftliches Engagement zurückzufahren! Nun ist die Deutsche Telekom am Zug.



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14. Januar 2021

Zukunftskonzept Ausbildung

Im Jahr 2015 hat sich ver.di mit den Arbeitgebervertretern auf das sogenannte Zukunftskonzept Ausbildung bei der Deutschen Telekom geeinigt. Bestandteile des Konzepts sind unter anderem Festlegungen zur Ausbildungsmethodik, zu den Skills der Zukunft, der Ausbildungs-Struktur, der Mitbestimmung und auch die konkrete Ausbildungsquote (Anzahl Ausbildungsplätze und Studienplätze für Studierende in dualen Studiengängen) bis 2021.



Dieses Konzept wird seit dem Herbst vergangenen Jahres gemeinsam mit dem Arbeitgeber evaluiert. Bereits Mitte August fand ein gemeinsamer Workshop statt, um möglichen Änderungs- bzw. Anpassungsbedarf zu identifizieren.

Nach dem Workshop verständigten sich ver.di und die Telekom auf die Einrichtung von Arbeitsgruppen, in denen nun die identifizierten Themen bearbeitet werden sollen.



Bisherige Ausbildungsquote

Eines der entscheidenden Themen für ver.di ist dabei die zukünftige Anzahl von Ausbildungs- und Studienplätzen im Telekom Konzern ab 2022. Die letzten Jahre hat sich ver.di mit der Telekom auf eine Anzahl von 2.150 Plätzen für Auszubildende bzw. dual Studierende verständigt. Diese Vereinbarung gilt noch bis Ende 2021.



Angespannter Ausbildungsmarkt

Durch die Corona-Pandemie herrscht auf dem Ausbildungsmarkt große Unsicherheit und viele junge Menschen befürchten, keine passende Ausbildungsstelle finden zu können.

Übergreifend betrachtet ist festzustellen, dass die DAX-Konzerne die Ausbildungsquoten bereits in den vergangenen Jahren erheblich gesenkt und damit Zugangsmöglichkeiten zu qualifizierter Ausbildung verknappt haben. Die Corona-Pandemie dürfte diese angespannte Situation am Ausbildungsmarkt weiter verschärfen. Dabei ist zu beachten, dass die Nachfrage an Ausbildungsplätzen und Studienplätzen weiterhin gegeben ist, dass u. a. die Zahl der Schulabgänger in den nächsten Jahren jedenfalls nicht sinken wird.



Klare ver.di Erwartung an die Telekom

Die Deutsche Telekom erwartet für das Jahr 2020 eine erneute Umsatz- und Ergebnissteigerung. Anders als in vielen anderen Branchen boomt der IKT-Sektor trotz Corona und zeigt sich als besonders krisenfest.



„Wir erwarten von der Deutschen Telekom, auch ab dem Jahr 2022, ein Ausbildungsangebot mindestens auf bisherigem Niveau!“, sagt Florian Haggenmiller, ver.di-Bundesfachgruppenleiter Telekommunikation. „Die Ausbildung und das duale Studium sind eine wichtige Säule für die Zukunftsfähigkeit der Deutschen Telekom AG und des deutschen Ausbildungsmarktes. Nun ist es an uns, diese Säule zu stärken und ausbauen.“, kommt von Nicolas Stuth, stellv. Vorsitzender der Konzernauszubildenden-Vertretung.



„Wir haben in der Evaluierung des Ausbildungskonzepts gemeinsam mit dem Arbeitgeber festgestellt, dass wir (trotz auch kritischer Bereiche, die wir entdeckt haben) jedoch insgesamt betrachtet, mit dem Zukunftskonzept Ausbildung 2015 jungen Menschen eine moderne und qualitativ hochwertige Ausbildung bei der Telekom ermöglichen. Diese Struktur muss, gerade jetzt, wo sich rings um uns herum junge Menschen in anderen Branchen um ihre Ausbildung Sorgen machen, genutzt und ausgelastet werden.“, sagt Frank Sauerland, Bereichsleiter Tarifpolitik Grundsatz und Verhandlungsführer im Bundesfachbereich TK/IT.



„Wenn Bildung eine der wichtigsten Ressourcen unseres Landes ist, dann brauchen wir mehr davon und nicht weniger!“ meint Constantin Greve, Vorsitzender des ver.di-Bundesfachbereichsvorstands TK/IT und Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Deutschen Telekom AG. „Die Deutsche Telekom muss weiter stark in Ausbildung investieren, wenn sie nicht morgen feststellen will, dass ihr qualifizierte Menschen mit dringend benötigten IT-Skills fehlen!“



„Die Deutsche Telekom hat nun die Chance, als gutes Beispiel voran zu gehen und mehr Verantwortung zu übernehmen. Der eigene Branchenverband Bitkom beklagt einen seit Jahren steigenden enormen Fachkräftemangel, der zwischenzeitlich bei über 100.000 freien Arbeitsstellen liegt,“ so Oskar Michel, Vorsitzender des ver.di-Bundesfachbereichsjugendfachkreises.



Erste Gespräche zeigen unterschiedliche Vorstellungen

In den ersten beiden Verhandlungsterminen forderte ver.di ein Ausbildungs- und Studienplatzangebot in Höhe von 2.150+ ab 2022.

Damit würde die Deutsche Telekom ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht und die Zukunftsfähigkeit des Konzerns könnte durch die Ausbildung eigener Fachkräfte untermauert werden.



Von der Arbeitgeberseite wurden die Erwartungen der ver.di-Verhandlungskommission gedämpft. Zwar wurde keine konkrete Zahl seitens der Arbeitgebervertreter genannt, doch wurde die Aussage getroffen, dass der Konzern sich deutlich stärker am konkreten Bedarf orientieren müsse, und aus ihrer Sicht, deutlich unterhalb der jetzigen Quote liege.

Diese arbeitgeberseitige Betrachtung stößt bei ver.di auf großes Unverständnis. Nicht nur aus gesellschaftspolitischer Sicht, sondern auch angesichts all der Themen, die der Konzern sich für die Zukunft vorgenommen hat (5G-Ausbau, Digitalisierung, verstärkter FTTH Ausbau, …). Zudem wären mit einer reduzierten Ausbildungsplatzquote auch unmittelbar Arbeitsplätze der Ausbilder*innen und Studiencoaches in Gefahr.



Am Ende der Gespäche war erkennbar, dass die Positionen hier noch deutlich auseinanderliegen, es aber durchaus auch Diskussionspunkte gibt, die vertieft werden sollten. Die Verhandlungsparteien verständigten sich dehalb auf eine Vertiefung der Diskussion im ersten Quartal 2021.



ver.di wird in diesen Verhandlungen klare Forderungen einbringen und weiterverfolgen:

* Perspektiven für Schulabsolventen,

* weiterhin starkes Engagement für den Bildungsstandort Deutschland und

*die Stärkung der Innovationskraft des TelekomKonzerns durch Zugang von gut ausgebildeten Nachwuchskräften.



Für die Zukunftsfähigkeit des Konzerns, Perspektiven junger Menschen und der Beschäftigten! #vorbei ?



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30. Juni 2020

Zukunft erhalten! Ausbildung sichern! - Zukunft erhalten, Ausbildung sichern

12 % der deutschen Bevölkerung sind Jugendliche zwischen 15-27 Jahren. Bundespräsident Frank Walter Steinmeier stellt in Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern heraus: „Diese jungen Menschen zeigen während der Corona-Pande-mie so viel Solidarität mit den Risikobehafteten, jetzt wäre es an uns, unsere Stärke, nämlich das deutsche Modell der dualen Ausbildung zu nutzen und damit Bildungsnachteile zu verhindern sowie den Fachkräften von morgen weiter Chancen zu bieten.“

Den jungen Menschen möchte Steinmeier mit Blick auf das Konjunkturpaket und die daraus resultierten Förder-maßnahmen „Mut auf die Zukunft“ machen.

Im gemeinsamen Appell des Bundespräsidenten mit den Spitzen der Sozialpartner aus Wirtschaft und Gewerkschaften vom 23.Juni wird gefordert, die Ausbildung zu sichern!

Beteiligte des Appells sind neben dem Bundespräsiden-ten der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Reiner Hoffmann, der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer, des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Dieter Kempf, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Eric Schweitzer, und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer.

Verantwortung wahrnehmen

Auch mit dem Krisen- und Konjunkturpaket der Bundes-regierung wird unterstrichen, wie wichtig gerade in die-sen Zeiten die Absicherung der Zukunft durch Ausbil-dung ist. Unternehmen werden dort aufgefordert und so-gar unterstützt, Ausbildung zu sichern und sich gerade jetzt nicht in ihrem Engagement zurückzunehmen. Sie sollen sich - wenn notwendig - auch wechselseitig unter-stützen. „Letzteres ist ein wichtiger Aspekt, den insbesondere Un-ternehmen aufgreifen sollten, die besonders gut durch die Krise kommen. Dies trifft auf die Telekom wie auch andere Unternehmen der Telekommunikationsbranche zu“, so Frank Sauerland, Bereichsleiter Tarifpolitik Grundsatz im Fachbereich TK/IT.



ver.di sieht die Unternehmen der TK/IT Branche in der Pflicht. Besonders die Deutsche Telekom AG, mit dem Bund als einer der größten Anteilseigner.

* Sorgen Sie gerade in der Corona-Krise dafür, dass junge Menschen Perspektiven durch eine Ausbil-dung oder ein duales Studium bekommen

* Sorgen Sie für den eigenen Fachkräftenachwuchs, und schaffen sie „Reserven“ durch zusätzliche Aus-bildungsplätze, und

* nehmen Sie übergreifende gesellschaftliche Verant-wortung wahr, bauen sie die vorhandene Ausbildungsstruktur aus, z. B. für eine „Auftragsausbildung“

Florian Haggenmiller, Bundesfachgruppenleiter TK und IT: „Wir erwarten von der Telekom, dass sie ihrer Verant-wortung nachkommt und eine Vorbildfunktion über-nimmt. Zusätzliche Ausbildungs- und Studienplätze wären das richtige Signal und sorgen für das dringend be-nötigte Knowhow für den notwendigen Ausbau des Breit-band-Internets sowie den Aufbau eines leistungsfähigen 5G-Netzes in Deutschland auch in naher Zukunft.“

Investition in die Zukunft

Die Beschäftigten der TK/IT-Branche haben es möglich gemacht, dass eine Vielzahl von Beschäftigen in der Corona-Zeit problemlos im Homeoffice arbeiten können, dass Unternehmen und Dienststellen ihren Betrieb auf-rechterhalten können und dass Familien, Freunde und Bekannte über digitale Tools in Kontakt bleiben können. Dass dies so bleibt, braucht es Investitionen in die Zukunft. Es braucht dringend weiterhin viele, gute Ausbildungs- und Studienplätze in dieser Branche.

Für die ver.di Jugend im Fachbereich TK/IT steht fest, dass die Fachkräfte der Zukunft jetzt ausgebildet werden müssen! „Gerade in der Corona-Krise braucht es wirkliche Perspektiven für die junge Generation in Gestalt von guten Ausbildungs- und Studienplätzen“ so Oskar Michel, Vorsit-zender des Bundesfachbereichsjugendfachkreises TK/IT.

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„Eine gute berufliche Ausbildung war und ist in Deutsch-land eine stabile Basis für Zukunftschancen, Sicherheit und ein gutes Leben. In dieser Pandemiezeit ist es wich-tiger denn je, dass die starken Schultern mehr tragen, um jungen Menschen eine gute Perspektive für ihr weiteres Leben zu ermöglichen. Die Deutsche Telekom hat diese starken Schultern und muss in besonderer Weise Verant-wortung für unsere Gesellschaft übernehmen und in die-ser besonderen Situation entsprechende Angebote für junge Menschen erhalten und ausweiten.“ sagt Constantin Greve, Vorsitzender des Bundesfachbereichsvorstandes und Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der DTAG.



„Die Deutsche Telekom verfügt über gute und professio-nelle Ausbildungsstrukturen. Diese einzusetzen und ge-gebenenfalls noch zu stärken, würde einem Unterneh-men, dass diese Krise gut übersteht, besonders gut zu Gesicht stehen“, sagt Christoph Schmitz, Bundesfachbereichsleiter TK/IT und ver.di Bundesvorstandsmitglied. Wie der Bundespräsident wollen auch wir, dass Jugendli-che wieder Mut auf ihre Zukunft haben. Dabei gilt: Besonders in Krisenzeiten: Zusam-menhalten, Solidarität leben, Verantwortung wahrnehmen!