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Tarifrunde T-SYSTEMS INTERNATIONAL GMBH, T-SYSTEMS MMS GMBH UND …

Tarifrunde T-SYSTEMS INTERNATIONAL GMBH, T-SYSTEMS MMS GMBH UND DT SECURITY GMBH

31. Mai 2021

Tarifrunde T-Systems: Sondierungsangebot angenommen, Entgelttarifverträge bleiben gekündigt


Am Verhandlungstisch konnte zum Thema Entgelt und zur Einführung einer verpflichtenden temporären Arbeitszeitverkürzung keine Einigung erzielt werden. Wir haben zwar den temporären Eingriff in die Entgelte der Beschäftigten verhindert, aber eine nachhaltige Entgeltentwicklung konnten wir nicht erreichen. Am Ende der Sondierungsgespräche hat die Arbeitgeberseite das in der letzten Tarifinfo bereits aufgeführte Sondierungsangebot vorgelegt.

Dieses Angebot wurde breit und umfangreich mit den ver.di-Mitgliedern, den ver.di-Vertrauensleuten und vielen weiteren ehren- und hauptamtlichen ver.di-Kolleginnen und Kollegen diskutiert.

Viele sind über das Verhalten und die geringe Wertschätzung der Arbeitgeberseite enttäuscht und frustriert. Auch wenn es dem überwiegenden Teil der an den Diskussionen beteiligten Kolleginnen und Kollegen schwerfiel, wurde von ihnen – in Anbetracht der aktuell fehlenden unmittelbaren Alternative – mehrheitlich die Annahme des Angebotes empfohlen. Euer ehrenamtlicher ver.di-Bundesfachgruppenvorstand IT/DV hat als zuständige Tarifkommission die Annahme des Angebotes am 18. Mai 2021 beschlossen.

Die Entgelttarifverträge bleiben vorerst im gekündigten Zustand. Im vierten Quartal 2021 werden die Verhandlungen dann wieder aufgenommen. Die anderen Elemente des Angebotes werden wie vereinbart umgesetzt.

In der nächsten Woche werden wir die jeweilige Situation der beteiligten Unternehmen in gesonderten Online-Konferenzen erläutern und unsere Ideen zur weiteren Vorgehensweise mit euch besprechen.

Gespräche zur Ausgestaltung des Sondierungsangebotes
In der letzten Woche gab es weitere Gespräche mit der Arbeitgeberseite zur konkreten Ausgestaltung des Piloten für das freiwillige Arbeitszeitmodell (zusätzliche freie Tage).

Hier vorab die wichtigsten Eckpunkte:

  • Der Pilot gilt nur für die Beschäftigten der T-Systems International GmbH
  • Freiwillige Teilnahme für Tarifkräfte und beurlaubte Beamt*innen
  • Die Einbeziehung der außertariflichen Beschäftigten ist beabsichtigt
  • Zwölf zusätzliche freie Tage pro Kalenderjahr (bei einer 5-Tage-Woche)
  • Teilzeitbeschäftigte entsprechend der Arbeitstage pro Woche
  • Die individuelle Arbeitszeit wird um 5 Prozent gekürzt
  • Beibehaltung der derzeitigen individuellen Wochenarbeitszeit
  • Das Gehalt wird um 4,5 Prozent gekürzt
  • Krankheit, Feiertage, Weiterbildung, Arbeitsbefreiungen, Blockfreizeiten aus dem Langzeitkonto und Mutterschutz führen nicht zu einer Kürzung der 12 zusätzlichen Tage
  • Analog zum Urlaub erfolgt kein Abzug bei Erkrankung während der Entnahme der freien Tage
  • Geplanter Start ab 1. August 2021
  • Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022

In den nächsten Wochen erfolgt die redaktionelle Ausformulierung der weiteren Punkte des Sondierungsangebotes. Über die Ergebnisse werden wir jeweils gesondert berichten. Des Weiteren werden wir Möglichkeiten anbieten, um die jeweiligen Punkte in verschiedenen Online-Formaten zu erläutern und um darüber gemeinsam zu diskutieren.

Bis zu einer erneuten Aufnahme der Verhandlungen müssen wir die Zeit gemeinsam nutzen, um stärker zu werden. ver.diIch zieh mit!

Eine Gewerkschaft ist so stark, wie die Kraft ist, die ihre aktiven Mitglieder im Betrieb ihr verleihen.Gute Tarifverträge fallen nicht vom Himmel. Wer gute Tarifverträge will, muss sich einbringen, muss mitziehen, muss ver.di-Mitglied werden!

30. April 2021 Tarifinfo 07

Arbeitgeberseite legt Sondierungsangebot vor!


Nach weiteren intensiven Sondierungsgesprächen lehnt die Arbeitgeberseite weiterhin jegliche Entgelterhöhung in 2021 ab. Auch zu dem Thema „Einführung einer verpflichtenden temporären Arbeitszeitverkürzung“ konnte in den Gesprächen keine gemeinsame Lösung erzielt werden.

Am Ende der Sondierungsgespräche hat die Arbeitgeberseite als Ergebnis folgende Eckpunkte in einem Angebot vorgelegt:

• Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen bis zum 31.Dezember 2021
• Entfristung von Arbeitsverträgen für Nachwuchskräfte mit einer Übernahme im Jahr 2021
• Mindestquote für Abschluss von Altersteilzeitverträgen im Jahr 2021
• Weitere Aussetzung des Ansparmodells bei der altersreduzierten Arbeitszeit (ARAZ) bis zum 31. Dezember 2021
• Aufnahme von Gesprächen zur Steigerung der Vermittlung aus der JSP (Job Service & Placement) heraus (z.B. zeitbefristetes Rückkehrrecht, finanzielle Anreize, zusätzliche Qualifizierungsprogramme)
• Anpassung des Tarifvertrag Rationalisierungsschutz bei der T-Systems MMS GmbH auf das Niveau der T-Systems International GmbH
• Lösungen zur Verbesserung der Ausstattung der Arbeitsplätze und zur Gestaltung der Arbeit bei der T-Systems MMS GmbH
• Pilotierung einer freiwilligen Arbeitszeitverkürzung in der gesamten T-Systems International GmbH
- Absenkung der Arbeitszeit um 5 Prozent
- Die Individuelle Wochenarbeitszeit bleibt unverändert
- Realisierung der Verkürzung durch die Gewährung von zusätzlichen freien Tagen
- Teillohnausgleich von 10 Prozent der Entgeltreduzierung
- Eskalationsverfahren bei Ablehnung an der Teilnahme durch den Arbeitgeber
- Laufzeit bis zum 31. Dezember 2022

Das Sondierungsangebot kann mit einer Frist bis zum 7. Mai 2021 angenommen werden. Bei einer Annahme des Angebotes:
• kommt es in den vom Personalabbau betroffenen Bereichen nicht zu einer angeordneten temporären Arbeitszeitverkürzung.
• wird es im Jahr 2021 keine allgemeine Entgelterhöhung geben.

Wichtig sind jetzt EURE Einschätzungen und Meinungen. Diskutiert das Angebot und die aktuelle Situation mit euren ver.di-Vertrauensleuten, in euren ver.di-Betriebsgruppen und mit euren ver.di-Betriebsrät:innen

20. April 2021 Tarifinfo 6

Tarifrunde für T-Systems, MMS, DT Security bisher ohne Ergebnis


Am 15./16. März 2021 hat die Arbeitgeberseite in der vierten Verhandlungsrunde der Entgelttarifverhandlungen den Vorschlag einer temporären Arbeitszeitverkürzung zur Sicherung von Arbeitsplätzen eingebracht.

Wir haben als ver.di-Fachbereich TK.IT in einem breiten Beteiligungsprozess tarifpolitische Ziele beschrieben. Dazu gehört auch die kollektive Verkürzung der Arbeitszeit. Diese ist ein gut geeignetes Mittel, um Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen und somit langfristig Arbeitsplätze zu sichern.

ABER! Hierfür müssen aber mindestens folgende Rahmenbedingungen erfüllt werden:

  • Lohnausgleich
  • Beschäftigungswirksamkeit
  • Kündigungsschutz
  • tatsächliche Erfahrbarkeit / Erlebbarkeit von zusätzlicher freier Zeit gewähren.

Zum Beispiel zusätzliche freie Tage.
Euer ehrenamtlicher Vorstand der ver.di-Bundesfachgruppe IT/DV hat die Verhandlungssituation bei der T-Systems ausgiebig diskutiert und bewertet. Er hat beschlossen, dass wir uns den Verhandlungen zu einer Arbeitszeitverkürzung bei der T-Systems nicht grundsätzlich verweigern. Damit wurde allerdings noch nicht entschieden, dass es zu einer Einigung und zu einer Regelung kommt.

Eure ver.di-Verhandlungskommission ist beauftragt worden, in Gespräche mit der Arbeitgeberseite einzutreten. Hier soll ausgelotet werden, ob diese bereit und in der Lage ist, sich in den Fragen der Rahmenbedingungen, der Ausgestaltung und der Sicherstellung der Wirksamkeit einer Arbeitszeitverkürzung so weit zu bewegen, dass eine Basis für eine Einigung erkennbar wird.

In der letzten Woche haben wir sehr schwierige und sehr intensive Gespräche mit der Arbeitgeberseite geführt. Wir haben zahlreiche Ideen und Lösungsansätze diskutiert und haben ausgelotet, ob Wege funktionieren können. Dabei haben wir diverse Ansätze auch wieder verworfen.

Ein tragfähiges Gesamtpaket zu den Themen Entgelt, Zukunft, Sicherheit und berufliche Perspektiven sowie zur Verkürzung der Arbeitszeit gibt es bisher nicht.
Vielen Dank für die Diskussionen und euer Feedback, sowie für eure Anregungen in den ehrenamtlichen ver.di-Gremien, in den Online-Konferenzen für die ver.di-Mitglieder und in der betriebsinternen Kommunikation. Diese haben uns bei der Einschätzung der Situation und bei der Entwicklung und Bewertung der Ideen bzw. Lösungsansätze in den Gesprächen sehr unterstützt! Ihr habt uns damit einen klaren Rahmen für die Verhandlungen mitgegeben.

Die Gespräche werden in dieser Woche fortgesetzt. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Stimmen aus Eurer Verhandlungskommission:
„Die Verhandlungen sind anstrengend, konstruktiv und zielorientiert. Es ist teilweise schwierig, persönliches mit den Gesprächsrunden unter einen Hut zu bringen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass man auch den Rückhalt und die Freiheit der Familie bekommt.“ Angelika Kracht-Ullmann

„Zunehmend macht sich Enttäuschung und Frustration breit. Es wird zunehmend schwieriger daran zu glauben, dass die Arbeitgeberseite wirklich den ernsthaften Willen einer guten Einigung hat.“ Thomas Endisch

„Im Nachgang merke ich dann doch die Anstrengung und auch, dass einem die Gedanken auch in der Freizeit nicht loslassen. Frustrierend ist es, wenn man 1-2 Tage Eckpunkte durchdenkt, wild diskutiert und dann ist wieder alles ruckzuck vom Tisch.“ Cornelia Becker

„Bei der aktuellen Tarifrunde sind wir das erste Mal in der Verhandlungskommission live dabei. Teilweise sind die Verhandlungen sehr intensiv und die Positionen der einzelnen Verhandlungspartner sehr gespalten. Jedoch können wir sagen, dass es eine sehr spannende Verhandlung und eine wertvolle Erfahrung für uns Newcomer ist.
Verlasst euch drauf, dass wir auch weiter für uns junge Beschäftigte kämpfen werden, damit wir in der Tarifrunde nicht vergessen werden“ Jasmin Gerschewski und Maximilian Roth

Was Eure Verhandlungskommission am Ende für Euch herausholen kann, hängt entscheidend vom Rückenwind ab, den Ihr dieser aus den Betrieben mitgebt.

Eine Gewerkschaft ist so stark, wie die Kraft ist, die ihre aktiven Mitglieder im Betrieb ihr verleihen. Gute Tarifverträge fallen nicht vom Himmel. Wer gute Tarifverträge will, muss sich einbringen, muss mitziehen, muss ver.di-Mitglied werden!

24. März 2021

Unerwartete Wendung in der 4. Verhandlungsrunde


Auch die 4. Verhandlungsrunde am 15./16. März 2021 endete ohne ein konkretes Angebot der Arbeitgeberseite. Stattdessen hat diese ein ganz anderes Modell in die
Verhandlungen eingebracht. Das ist ein Rückschritt und kein Angebot

Eure ver.di-Verhandlungskommission hat dieses Modell klar abgelehnt. Die Systematik für erfolgsabhängige Entgeltbestandteile wurde mit der Arbeitgeberseite gemeinsam in der
Tarifrunde 2018 für ver.di-Mitglieder im Nichtvertrieb stufenweise abgeschafft. Seit dem 1. Januar 2020 bekommen diese Kolleg:innen ein Jahresfestgehalt.

Einen Weg zurück und ein „Erarbeiten“ einer Entgelterhöhung wird es mit ver.di nicht geben. Eure ver.di-Verhandlungskommission hat in der 1. Verhandlungsrunde
deutlich gemacht, dass die ver.di-Mitglieder verlässliche Lösungen zu den Themen Sicherheit und Zukunft fordern.

Die Beschäftigten sind die ewigen, immer wiederkehrenden und nach kurzer Zeit wieder infrage gestellten Transformationsprozesse leid, nur um dann eine erneute Idee präsentiert
zu bekommen. Sie sind es leid,

- darauf zu vertrauen, dass mit einer „neuen“ Transformation endlich der Erfolgsweg gefunden wurde.

- sich auf ihre eigenen Stellen neu bewerben zu müssen.

- sich seit Jahren anhören zu müssen, dass eine Entgelterhöhung in der angespannten Lage nicht finanzierbar sei.

- zu hören, dass die T-Systems aufgrund der Kostensituation nicht wettbewerbsfähig sei.

- ständig mit der Angst leben zu müssen, dass bei der nächsten Maßnahme ihr persönlicher Arbeitsplatz abgebaut wird.

- immer der unbeliebte Teil des Telekom Konzerns zu sein.

- eine schlechtere Entgeltentwicklung als alle anderen tarifierten Unternehmen im Telekom Konzern zu erhalten.

Die Arbeitgeberseite hat allerdings deutlich gemacht, was SIE unter Sicherheit und Zukunft für die T-Systems verstehen. Gerade mal drei Wochen nachdem mit dem Betriebsrat
Interessenausgleiche und Sozialpläne abgeschlossen wurden, werden die dort vereinbarten sozialverträglichen Modelle zur Umsetzung des Personalabbaus wieder infrage
gestellt. Die neue Lösung der Arbeitgeberseite heißt „befristete Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich für vom Personalabbau betroffenen Bereiche“.

Die Arbeitgeberseite hat ver.di diesbezüglich zu Verhandlungen aufgefordert. Der ehrenamtliche ver.di-Bundesfachgruppenvorstand IT/DV wird sich am 29. März 2021 als zuständige Tarifkommission mit der Aufforderung befassen. Wichtig ist es jetzt, eure Einschätzung und Meinungen zu hören. Diskutiert bitte mit euren ver.di-Vertrauensleuten,
euren ver.di -Betriebsgruppen und euren ver.di-Betriebsrät: innen, ob und wie eine Arbeitszeitverkürzung aus eurer Sicht verhandelt werden könnte.

Die Tarifverhandlungen werden in der dritten Aprilwoche fortgesetzt. Mit oder ohne Aufnahme zu Verhandlungen einer Arbeitszeitverkürzung. Wir werden berichten.

Das „Angebot“ des Arbeitgebers:
• 2021 à Nullrunde.
• Ende 2022 à Entgelterhöhung bei Erreichung der Planwerte aus 2019 für das Jahr 2022.
• Die Höhe dieser Entgelterhöhung wird in der aktuell laufenden Tarifrunde festgelegt.
• Laufzeit 24 Monate.

Was unsere ver.di-Mitglieder stattdessen verdienen, ist
• Verlässlichkeit.
• ein sicherer Arbeitsplatz.
• eine berufliche Entwicklungsmöglichkeit.
• eine verständliche und nachvollziehbare Zukunftsstrategie,
der die nötige Zeit zur Entfaltung gegeben wird.
• eine zum Telekom Konzern gleichwertige Entgeltentwicklung.
• vor allem Wertschätzung.

03. März 2021

3. Verhandlungsrunde endet ohne Fortschritte

Auch in der dritten Verhandlungsrunde für die ver.di-Mitglieder in der T-Systems International GmbH, der T-Systems MMS und der DT-Security am 1. März 2021 blieb ein Angebot von der Arbeitgeberseite
aus. Sie hielten an ihrer Aussage fest, jegliche Kostenerhöhung vermeiden zu wollen.

In Sondierungsgesprächen wurden Ideen zu den Themen Sicherheit und Zukunft diskutiert. Aber auch bei diesen Punkten blieb die Arbeitgeberseite bei unpräzisen Aussagen. Die 3. Verhandlungsrunde endete somit ohne Ergebnisse.

Diese Blockadehaltung ist nicht akzeptabel. Unsere Ungeduld steigt. Wir fordern tragfähige Lösungen. Eure ver.di-Verhandlungskommission hat die Arbeitgeberseite erneut daran erinnert, dass sie sich in der
1. Verhandlungsrunde für eine schnelle Einigung und für ein gutes und tragfähiges Gesamtpaket ausgesprochen hat. Davon sind wir sehr weit entfernt. Wir erwarten in der 4. Verhandlungsrunde endlich konkrete Angebote, die diesem Einigungswillen gerecht werden.

Die 4. Verhandlungsrunde ist für die dritte Märzwoche geplant. Wir werden berichten. Eure ver.di-Verhandlungskommission

19. Februar 2021

Zweite Verhandlungsrunde ohne Angebot


Am Mittwoch, den 17. Februar 2021 fand die zweite Verhandlungsrunde für die ver.di-Mitglieder in der T-Systems International GmbH, der T-Systems MMS und der DT-Security statt.
Die Arbeitgeberseite hat in einer umfangreichen Präsentation auf die von den ver.di-Mitgliedern aufgestellten Forderungen reagiert.

Sie hat ihre Sicht auf die Rahmenbedingungen und die aktuelle Situation der beteiligten Unternehmen erläutert. Ein Angebot blieben sie jedoch schuldig. In der ersten Runde hat die Arbeitgeberseite noch betont, dass sie an einem schnellen und für die beteiligten Unternehmen guten und tragfähigen Gesamtpaket interessiert sind. Leider blieb die Arbeitgeberseite in dieser Runde bei unpräzisen Aussagen ohne konkret zu werden.

Einen Zuwachs an Geschwindigkeit lässt sich dadurch nicht erkennen. Unpräzise Aussagen der Arbeitgeberseite Als Fazit war zu vernehmen, dass die Arbeitgeberseite jegliche Erhöhung der Personalkosten ausschließt, da dies aus ihrer Sicht die Zukunft der beteiligten Unternehmen und die Sicherheit der Arbeitsplätze gefährden würde. Das lässt viel Raum für Spekulationen. Bedeutet das, dass berufliche Entwicklungsmöglichkeiten ausbleiben?

Dass besonders junge Kolleg*innen und Nachwuchskräfte keine Perspektive auf höherwertige Tätigkeiten haben? Dass nicht mehr in notwendige Qualifizierungen investiert wird? Sollen etwa die Beschäftigten aufgrund der steigenden Preise einen Reallohnverlust hinnehmen? Sollen sie die Auswirkungen der Managementfehler alleine tragen?

Eure ver.di-Verhandlungskommission hat die Arbeitgeberseite aufgefordert, in der dritten Verhandlungsrunde endlich ein konkretes Angebot vorzulegen und zu erklären, was sie unter den in der zweiten Runde getätigten Aussagen verstehen.

Wie geht es weiter?
In der nächsten Woche findet eine Online-Konferenz für ver.di-Mitglieder statt. Hier berichten wir von den Verhandlungen und stimmen gemeinsam die nächsten Schritte ab. Die dritte Verhandlungsrunde ist für die erste Märzwoche 2021 geplant. Wir werden berichten.

Gib ver.di ein Gesicht: Wichtig ist zu zeigen, wer ver.di in der T-Systems, der T-Systems MMS und in der DT Security ist und wer die Forderungen stellt.

Es ist nicht „die“ ver.di, sondern es sind wir, die in der ver.di organisierten Mitarbeiter*innen der T-Systems, die diese Tarifforderungen auf den Weg gebracht haben. Es sind Kolleg*innen, die am Verhandlungstisch sitzen und für uns verhandeln. Beste Grüße aus München Thomas Zilker

02. Februar 2021

Verhandlungsauftakt zur Tarifrunde 2021

Am Freitag, den 29. Januar 2021 sind die Verhandlungen zur Tarifrunde 2021 für die ver.di-Mitglieder in der T-Systems International GmbH, der T-Systems MMS und der DT-Security aufgenommen worden. Coronabedingt wurden diese als Webkonferenz durchgeführt.

In der ersten Verhandlungsrunde hat Eure Verhandlungskommission der ver.di die am 21. Januar 2021 vom ehrenamtlichen Vorstand der ver.di- Bundesfachgruppe
IT/DV beschlossenen Forderungen vorgestellt und anhand von allgemeinen und branchenspezifischen Entwicklungen und Prognosen umfangreich begründet. ver.di hat besonders auf die im Konzernvergleich erheblich schlechtere Entgeltentwicklung bei den beteiligten Unternehmen hingewiesen.

Sicherheit und Zukunft als Gesprächsbedarf
Die von den ver.di-Mitgliedern zuvor intensiv diskutierten Themen Zukunft, Sicherheit und berufliche Perspektiven wurden als zusätzlicher Gesprächsbedarf in die Verhandlungen eingebracht. Dazu zählen unter anderem der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen, Chancen für die berufliche Weiterentwicklung und die Nachwuchsförderung. Ein zusätzlicher Punkt sind weitere Schritte zur Harmonisierung mit den bisher noch unterschiedlichen Tarifverträgen des Telekom-Konzerns.

Erste Arbeitgeberreaktionen
Wie erwartet hat die Arbeitgeberseite in der ersten Verhandlungsrunde noch kein Angebot vorgelegt. Nach einer ersten Einschätzung und Kommentierung der Vorstellung und Begründung der ver.di-Forderungen hat diese aber betont, dass sie an einem schnellen und für die beteiligten Unternehmen guten und tragfähigen Gesamtpaket interessiert ist.

Die ver.di-Verhandlungskommission hat im Gegenzug erklärt, dass sie nichts gegen eine schnelle Einigung hat. Diese muss aber in erster Linie tragfähige Lösungen für die berechtigten Forderungen der ver.di- Mitglieder beinhalten.

Wie geht es weiter?
Die Arbeitgeberseite wird nun die von ver.di vorgebrachten Argumente weiter bewerten und in der zweiten Verhandlungsrunde eine ausführliche Stellungnahme dazu abgeben. Hier wird sich dann zeigen, wie groß die Bereitschaft der Arbeitgeberseite zu einer schnellen und vor allem guten Einigung ist. Die nächste Verhandlungsrunde ist für die dritte Februarwoche 2021 geplant. Wir werden berichten.

Was Eure Verhandlungskommission am Ende für Euch herausholen kann, hängt entscheidend vom Rückenwind ab, den Ihr dieser aus den Betrieben mitgebt.

Gib ver.di ein Gesicht ver.di Gib ver.di ein Gesicht

27. Januar 2021

Forderungen beschlossen – Verhandlungen beginnen


Die Vorbereitungen der Tarifrunde T-Systems mit den einbezogenen Unternehmen gestaltete sich unter Corona-Bedingungen schwierig. Aufgrund der seit November 2020 geltenden verschärften Kontaktbeschränkungen konnte nicht, wie sonst üblich, in den Betrieben mit den ver.di-Mitgliedern über die gewerkschaftlichen Forderungen in der Tarifrunde diskutiert werden. Stattdessen wurden Einzelgespräche – mit Abstand und Hygieneregeln oder per Telefon - geführt und in Video- und Telefonkonferenzen mit den
ver.di-Betriebsgruppen die Forderungen festgesteckt.

Parallel dazu konnten die ver.di-Mitglieder an einer bundesweiten Online-Umfrage zur Forderungsfindung teilnehmen.

1. Online-Konferenz mit den ver.di-Mitgliedern Gleich zum Auftakt der Forderungsdiskussionen stellte ver.di den Mitgliedern in einer bundesweiten Online- Konferenz die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, den Ablauf sowie die Planung der weiteren Schritte vor. Forderungen stehen Der ehrenamtliche Vorstand der ver.di-Bundesfachgruppe
IT/DV hat am 21. Januar 2021 auf der Basis der Mitgliederdiskussion folgende Forderungen beschlossen:

• Tabellenwirksame Erhöhung der Entgelte um 4 %
• Laufzeit 12 Monate
• Komponente zur Steigerung der Einkommensgerechtigkeit

Den ver.di-Mitgliedern in den beteiligten Unternehmen sind vor allem Sicherheit und Zukunft sehr wichtig. Hierzu werden Themen als weiterer Gesprächsbedarf in die Verhandlungen eingebracht.

2. Online-Konferenz mit den ver.di-Mitgliedern In einer weiteren Online-Konferenz am 22. Januar 2021 wurden die ver.di-Mitglieder über die nun beschlossenen Forderungen informiert. Es wurden die Mitglieder der Verhandlungskommission und der unter Corona-Bedingungen geplante Ablauf der Verhandlungen vorgestellt.

Darüber hinaus gab es Infos über die Rechte der ver.di-Mitglieder bei gewerkschaftlichen Aktivitäten im Home-Office und bei mobiler Arbeit. Auch während der laufenden Verhandlungen werden wir die ver.di-Mitglieder durch weitere Online-Konferenzen aus erster Hand informieren. Dort können sie Fragen stellen und ein direktes Feedback zu dem Verhandlungsstand geben.

Verhandlungsauftakt
Die Verhandlungen mit der Arbeitgeberseite starten am Freitag, 29. Januar 2021. Wir werden berichten. Was Eure Verhandlungskommission am Ende für Euch herausholen kann, hängt entscheidend vom Rückenwind ab, den Ihr dieser aus den Betrieben mitgebt.

MITGLIED WERDEN - - MITMACHEN, MITENTSCHEIDEN -- GEMEINSAM DURCHSETZEN -
www.mitgliedwerden.verdi.de