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Harmonisierung im b2b und Tarifrunde DT BS 2021

Harmonisierung im b2b und Tarifrunde DT BS 2021

07. Oktober 2021 Tarifinfo 05

DT BS: Irritation nach Annäherung – wie geht’s weiter? 

Die ursprünglich für den 23. und 27. September geplanten Verhandlungstermine, nach der Sommerpause, wurden von der Arbeitgeberseite aufgrund interner Diskussionen abgesagt. ver.di erwartet eine zügige Wiederaufnahme der Verhandlungen.

Überraschender STOP der Verhandlungen
In den Verhandlungen zur Tarifharmonisierung b2b und der Tarifrunde 2021 DT BS hatte man das Gefühl einer Annäherung. Nach mehreren Sondierungsrunden und Arbeitsgruppenterminen über den Sommer sah es ganz danach aus, als wären nur noch einige wenige Verhandlungstermine notwendig, um ein gemeinsames Ergebnis zu erzielen.

Umso überaschender für ver.di war es dann, dass die Arbeitgeberseite die vereinbarten weiteren Verhandlungstermine am 23. und 27. September absagte.

In einem Verfahrensgespräch am 23. September erläuterte die Arbeitgeberseite, dass sie internen Diskussionsbedarf habe. Angesichts dieser Situation sähen es die Arbeitgebervertreter nicht als zielführend an, die Verhandlungen weiter zu führen, da nicht sicher gestellt sei, dass man am Ende auch zu einer Einigung bereit sei.

Die ver.di Verhandlungskommission kritisierte die Haltung der Arbeitgeberseite und forderte diese auf, die Verhandlungen zügig wieder aufzunehmen. Kultur in b2b hängt auch an Tarifharmonisierung und einem guten Ergebnis der Tarifrunde der DT BS.

Vor Einleitung Integration der Bereiche TC und Classified in das Deutschlandsegment wurden die grundlegenden Vorhaben und damit einhergehende Veränderungsbedarfe zwischen Vorstand der Deutschen Telekom AG und der Arbeitnehmernbank des Aufsichtsrats vereinbart und in einem Letter of Intent festgehalten. Die Bildung des b2b Powerhouse ist seit Herbst 2020 im vollem Gange. Sowohl im Betrieb, als auch in der betrieblichen, wie der Unternehmensmitbestimmung hat der Geist zur Zusammenarbeit und zum gemeinsamen Vorgehen das b2b-Geschäft voran gebracht. Die Arbeitgeber können sich in der Frage der Tarifharmonisierung nun nicht entziehen.

Vielmehr gefährdet die Arbeitgeberseite ein gemeinsames Vorgehen und lässt Fragen aufkommen, die eigentlich geklärt sein sollten.

  • Wird die GJA in der DT BS eingeführt?
  • Wie sind die Auswirkungen auf Skillmanagement und damit verbundenen Prozesse?
  • Bleibt es bei den differenzierte tarifvertraglichen Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitregelungen?
  • Gibt es ein gemeinsames Zielemanagement?

Auch die Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsräten der DT BS und der DT GKV kritisierten die Haltung der Arbeitgeber und untermauerten nochmals ihre Erwartungshaltung an die Arbeitgeberseite, die Verhandlungen fortzusetzen.

Die Verhandlungen zur Tarifharmonisierung im b2b-Bereich laufen nun seit Dezember 2020 und erstreckten sich bisher über sechs Verhandlungs- sowie weitere Sondierungstermine. Es ist an der Zeit eine Lösung zu finden!

 

30. August 2021 Tarifinfo 04

Tarifverhandlungen gehen weiter: Harmonisierung im b2b und Tarifrunde DT Business Solution

Nach langer Sommerpause nehmen die Tarifvertragsparteien ver.di und agv:comunity die Verhandlungen zur Harmonisierung der Tarifbedingungen im b2b-Bereich wieder auf.

Vorbereitungen für Global Job Architektur laufen
Zuletzt im Mai hatten die Parteien verhandelt und sich aufeinander zubewegt. Eine Einigung konnte damals jedoch noch nicht erzielt werden. Dies soll nun in den nächsten Wochen geschehen. Die Parteien vereinbarten, die Verhandlungen am 23. und 27. September fortzusetzen.

Über die Sommerpause wurden die Verhandlungen in zwei Arbeitsgruppen ausgelagert. Eine Arbeitsgruppe begann im August mit den Vorbereitungen zur Einführung der Global Job Architektur (GJA) in der DT BS. Hierzu sind die vorhandenen Stellen und Funktionen den Job Profil Leveln der GJA zuzuordnen und ggf. neue Job Profil Level zu entwickeln.
Die GJA soll in der DT BS am 1. Januar 2022 eingeführt werden.
 
Arbeitsgruppe analysiert Arbeitszeitregelungen
Die zweite Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit dem durchaus komplexen Thema der verschiedenen Arbeitszeitregelungen. Die Komplexität besteht einerseits aufgrund der verschiedenen Ausgangslage in der tariflichen Wochenarbeitszeit, andererseits aufgrund einer Fülle von Detailthemen, zum Beispiel im Bezug auf Arbeitszeitkonten, Arbeitszeitbudgets, Rufbereitschaft, Herbeiruf, Schichtarbeit, Regelungen zu Vorfesttagen und weitere. Die im Mai eingesetzte Arbeitsgruppe hat diese verschiedenen Regelungen in der DT GKV und DT BS analysiert und erste Vorschläge für Harmonisierungswege entwickelt.

Diese gilt es nun intern zu bewerten und in den Verhandlungen weiter auszudiskutieren. Bereits im Letter of Intent (LOI) zu b2b2 ist festgehalten, dass für diese Überlegungen die Regelungen der DT GKV der Ausgangspunkt sein müssen.
 
Tarifrunde DT BS muss beantwortet werden
Neben allen anderen Themen wird ver.di in den kommenden Verhandlungsrunden auf eine Lösung für die ausstehende Tarifrunde in der DT BS drängen.

Die Entgelte der DT BS-Beschäftigten wurden zuletzt im Januar 2020 um 2,5 % erhöht. Dies war die vereinbarte zweite Stufe aus der Tarifrunde 2018 in der T-Systems. Im Deutschland-Segment konnte ver.di in der Tarifrunde 2020 zwei Erhöhungsschritte in Höhe von 3,0 % (EG 1-5), bzw. 2,8 % (EG 6), bzw. 2,6 % (EG 7-10) für 2020 und einheitlich 2 % für 2021 vereinbaren.

Weiterhin verfolgt ver.di das Ziel, die am 31.12.2020 ausgelaufene Regelung über den Förderbetrag zum Lebensarbeitszeitkonto zu verlängern.
Für die ver.di Mitglieder in der DT GKV konnte der Förderbetrag bereits in der Tarifrunde 2020 bis zum 31.12.2022 verlängert werden.
 
September soll Lösungen bringen
Die Zeit für tragfähige Lösungen wird knapp. Die ver.di Verhandlungskommission ist entschlossen, die Verhandlungen nun zu einem Ergebnis zu führen und erwartet dies auch von der Arbeitgeberseite. Bis Ende September sollen die Verhandlungen zu einem Abschluss geführt werden.

10. Mai 2021 Tarifinfo 03

Annäherung trotz enger Spielräume: Harmonisierung im b2b und Tarifrunde DT Business Solution

Am Freitag, den 7. Mai haben ver.di und der Arbeitgeberverband comunity die Verhandlungen zur Harmonisierung der Tarifverträge der DT GKV und DT BS fortgesetzt.

Arbeitszeitsystem auf dem Prüfstand
Bereits in den vergangenen Terminen hatten die Verhandlungskommissionen begonnen, die bestehenden Arbeitszeitregelungen zu diskutieren und Lösungsoptionen auszuloten. Naturgemäß steckt insbesondere in diesen Themen der Teufel im Detail.

Welche Arbeitszeitdauer kommt zukünftig für beide Gesellschaften zum Tragen? Wird in der DT BS der Tarifvertrag Arbeitszeitkonten zur Anwendung gebracht? Wie sieht das Arbeitszeitsystem der Zukunft aus? Was passiert mit dem Modell der ARAZ? Bleibt das Ansparmodell weiter ausgesetzt? Gelingt es, einen einheitlichen Blick auf die bestehenden Arbeitszeitmodelle zu werfen?

Zur Vermeidung von nicht gewollten Effekten, vereinbarten die Parteien, die bestehenden Regelungen in einer Arbeitsgruppe genauer zu beleuchten und in der nächsten Verhandlungsrunde zu beantworten.
 
Entgelttabelle ist der „Elefant im Raum“
Der „Elefant im Raum“ ist ganz deutlich die Frage, ob es gelingt, sich für die Gesellschaften DT GKV und DT BS auf eine einheitliche Entgelttabelle verständigen zu können. Dieses Thema hatten beide Seiten von Anfang an als das am schwersten zu lösende Thema benannt, da aktuell ein Delta von ca. 15 % zwischen den Entgelttabellen der DT GKV und DT BS besteht. Eine Angleichung der Tabellen würde für eine Seite Chance, für die andere Seite Risiko bedeuten.

ver.di signalisierte Verhandlungsbereitschaft zu einem harmonisierten Entgeltniveau, äußerte jedoch auch die klare Erwartung an Sicherungsregelungen für heute bestehende Arbeitsverhältnisse. Darüber hinaus müssten die Einstellungsbedingungen für Nachwuchskräfte und Konzernwechsler verbessert werden.
 
Regelungen des Manteltarifvertrags
Im Kern sind sich beide Parteien einig, dass der Manteltarifvertrag der DT GKV in beiden Gesellschaft zur Anwendung kommen soll. Dennoch muss geklärt werden, ob einzelne Themen, wie zum Beispiel die Regelungen zu Rufbereitschaft / Herbeiruf oder auch zu Schichtarbeit von diesem Grundsatz ausgenommen werden sollen. 

Keine Einigkeit besteht im Umgang mit den sog. Vorfesttagen 24. und 31. Dezember. Die Arbeitgeberseite beziffert die Kosten für die Arbeitsbefreiung an diesen Tagen auf ca. 0,6 Mio €, die im Zweifel durch andere Maßnahmen gegenfinanziert werden müssen.
 
Tarifrunde DT BS weiterhin unbeantwortet
Trotz der bestehenden engen Spielräume konnte in den Verhandlungen eine Annäherung erzielt werden. Die ver.di Verhandlungskommission untermauerte ihre Erwartung der Harmonisierung und Vereinheitlichung der bestehenden Regelungen für den weiteren Verhandlungsverlauf.

Die Verhandlungen sollen in den nächsten Wochen fortgesetzt werden.

08. März 2021 Tarifinfo 02

Harmonisierung im b2b und Tarifrunde DT BS Verhandlungen fortgesetzt

In der letzten Woche haben ver.di und die Arbeitgeberseite die Verhandlungen zur Tarifharmonisierung im Geschäftskundenbereich fortgeführt. Integriertes Geschäft erfordert Harmonisierung Bereits im Dezember hatte ver.di unterstrichen, dass ein integriertes Geschäft harmoniserte Arbeitsbedingungen erfordert. Nur so kann ein kulturelles Zusammenwachsen und das Gefühl EINES GK-Geschäfts im Deutschland-Segment erzeugt werden.

In weiteren Terminen im Januar und Februar haben die Parteien ihre Sichtweisen zu Arbeitszeit und Variablensysteme sowie mögliche Lösungswege miteinander ausgetauscht. Innerhalb dieser Gespräche konnte auch eine besondere Lösung für die Zielvereinbarung 2021 gefunden werden. (siehe graue Box) Arbeitgeber fordern Kostenneutralität
Die sachlich und konstruktiv geführten Verhandlungen lassen Kompromisslinien erkennen, die Komplexität in einigen Schwerpunktthemen erschweren jedoch eine
schnelle Einigung.

Neben Niveauunterschieden in den Entgelttabellen und in der „gesicherten Bandwanderung“ wird dies auch in den verschiedenen Arbeitszeitmodellen in der DT BS deutlich.
Insgesamt bestehen aktuell sieben verschiedene Regel-Arbeitszeiten zwischen 34 und 40 Stunden (Schwerpunkt liegt bei 38 Stunden und im Modell ARAZ). Die arbeitgeberseitige Betonung der Kostenneutralität als Voraussetzung für eine Tarif-Harmonisierung machen die Spielräume für Lösungen eng.

Einführung der Global Job Architektur
Einigkeit besteht in der grundsätzlichen Frage der Einbeziehung der DT BS in die globale Job Architektur. Hierzu sehen beide Parteien die Notwendigkeit, eine gemeinsame Arbeitsgruppe einzusetzen, um die notwendige Vorarbeit, wie etwa die Erarbeitung von Job Profil Leveln, durchzuführen. Ebenso soll in einer Arbeitsgruppe geklärt
werden, wie die Überleitung von heutigen Funktionen in die globale Job Architektur erfolgen kann.

Tarifrunde DT BS weiterhin unbeantwortet
Trotz der intensiven Gespräche und auch der zum Teil schon erreichten Einigkeit, wie etwa zur Einführung der GJA, ist die Frage nach der Tarifrunde 2021 für die DT BSBeschäftigten
weiterhin unbeantwortet. Die Arbeitgeberseite ist in den nächsten Verhandlungsrunden gefordert, Vorschläge dazu einzubringen. Die Verhandlungen sollen in den nächsten Wochen
fortgesetzt werden. 

17. Dezember 2020 Tarifinfo 01

Verhandlungen zu b2b und Tarifrunde DT BS: ver.di formuliert Verhandlungsziel

die Verhandlungen zur Tarifharmonisierung im Geschäftskundenbereich begonnen. Innerhalb dieser Verhandlungen soll auch eine Lösung für die Tarifrunde 2021 in der DT BS gefunden werden. Parallel zu den vom Konzernbetriebsrat der Deutschen Telekom AG geführten Verhandlungen zum integrierten Geschäftsmodell „OneGK“ haben ver.di und die
Arbeitgeberseite die Verhandlungen zur Tarifharmonisierung im Telekom Geschäftskundenbereich begonnen.

Die Verabredungen zu diesen Verhandlungen wurde zwischen ver.di-Vertretern im Aufsichtsrat und dem Vorstand der Deutschen Telekom AG bereits im letzten Jahr
getroffen und in einem Letter of Intent vereinbart. 

Entgegen der damals durchaus als Option diskutieren Variante einer Fusion der beiden Gesellschaften DT GKV und DT BS (damaliger Arbeitsname GKV 2) steht seit
einigen Monaten fest, dass es zu keiner Zusammenlegung kommen wird und das GK-Geschäft weiterhin aus den drei Gesellschaften DT GKV, DT BS und TDG heraus geleistet
wird.

Dennoch stehen ver.di und die Arbeitgeberseite zu der damals getroffenen Verhandlungszusage zu einer möglichen Tarifharmonisierung.

Umfangreich und Komplex
Die Eröffnung der Verhandlungen am 15. Dezember nutzten beide Seiten dazu, die bestehenden Unterschiede zwischen den Tarifwelten herauszuarbeiten und transparent zu
machen. Diese sind vielseitig und offenbaren teilweise deutliche materielle wie technische Differenzen zwischen den beiden Tarifwelten. Unterschiede bestehen zum Beispiel in den tariflichen Regelungen zu:

* Entgelttabellen
* Einstellungsbedingungen für Nachwuchskräfte, Konzernwechsler und externe Einstellungen
* AT-Grenze
* Arbeitszeitdauer, das Modell „altersreduzierte Arbeitszeit“ und die Administration der Arbeitszeit
* Umgang mit Mehrarbeit
*  Gesicherte Bandwanderung
* Ausgestaltung der variablen Entgeltbestandteile
* Arbeitsbefreiung am 24. und 31. Dezember
*  Erholzeiten
* Ausgestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen
*  Betrieblicher Weiterbildung
* Förderung von Teilzeit
*  Tarifvertraglicher Schutz vor betriebsbedingten Beendigungskündigungen und bei Rationalisierungsmaßnahmen
* …

Eine weiterere Differenzierung besteht im Bewertungssystem der beiden Gesellschaften. Während sich die DT GKV aktuell auf die Einführung der Global Job Architektur vorbereitet, findet diese in der DT BS aktuell keine Anwendung. Die Arbeitgeber hatten sich seinerzeit geweigert, die Unternehmen der T-Systems in die Verhandlungen der Global Job Architektur mit einzubeziehen.

Gemeinsam stellten die Tarifvertragsparteien fest, dass eine Tarifharmonisierung unter den durch den LOI vorgegebenen Rahmenbedinungen komplex ist. Zumindest in Bezug auf die Global Job Architektur unterstrichen beide Tarifvertragsparteien den Willen, die DT BS in das System aufzunehmen, auch wenn die Detailfragen dazu noch zu klären sind.

Tarifrunde 2021 für die DT BS

Ebenfalls von ver.di adressiert wurden die Erwartungshaltungen unserer ver.di Mitglieder für die Tarifrunde der DT BS. Mit der Ersttarifierung der DT BS wurden die maßgeblichen
Tarifverträge der T-Systems inhaltsgleich übernommen. Demnach hat der Entgelttarifvertrag eine Laufzeit bis Ende 2020, die Verhandlungen zur Tarifrunde finden allerdings
nicht mehr im Verhandlungskreis der T-Systems statt.

ver.di hatte sich mit der Arbeitgeberseite darauf verständigt, den Themenkomplex Tarifrunde der DT BS in die Verhandlungen zur Tarifharmonisierung zu integrieren. Hinweis: ver.di hat den Entgelttarifvertrag der DT Business Solution fristgerecht zum 31.12.2020 gekündigt. Eine vollständige Handlungsfähigkeit für die Tarifrunde ist daher dennoch gegeben.

ver.di hat für die ver.di Mitglieder in der DT BS eingefordert, die gute Tarifentwicklung im Deutschlandsegment in diesem Jahr für die DT BS nachzuvollziehen und die Regelung zum
Arbeitgeberzuschuss zum Lebensarbeitszeitkonto (LazKo) zu verlängern. Darüber hinaus strebt ver.di eine Synchronisierung der Laufzeiten des Entgelttarifvertrags mit der DT GKV und dem restlichen Deutschland-Segment zum 31.03.2022 an.

Integriertes Geschäft erfordert Harmonisierung
Die konstruktiv und offen geführten Verhandlungen lassen erkennen, dass hier harte Arbeit vor uns liegt und das angestrebte Verhandlungsziel nicht im Vorbeigehen eingestrichen werden kann. Für ver.di hat die Harmonisierung der Tarifverträge einen hohen Stellenwert. Dies gilt aus tarifpolitischer Sicht, vor allen Dingen aber auch für die Akzeptanz des integrierten GK-Modells „b2b powerhouse“ innerhalb der Belegschaften der DT GKV und DT BS. Dazu hat sich ver.di in den Verhandlungen deutlich positioniert. Klar ist aber auch, dass dies nicht zulasten der Arbeits- und Einkommensbedingungen heutiger Beschäftigter ausfallen darf. Die Arbeitgeber sind nun gefordert, sich aktiv an der Erarbeitung von Lösungen zu beteiligen.

Die Verhandlungen sollen im Januar fortgesetzt werden. Wir werden weiterhin informieren.

Eine weiterere Differenzierung besteht im Bewertungssystem der beiden Gesellschaften. Während sich die DT GKV aktuell auf die Einführung der Global Job Architektur vorbereitet, findet diese in der DT BS aktuell eine Anwendung. Die Arbeitgeber hatten sich seinerzeit geweigert, die Unternehmen der T-Systems in die Verhandlungen der Global Job  Architektur mit einzubeziehen.

Gemeinsam stellten die Tarifvertragsparteien fest, dass eine Tarifharmonisierung unter den durch den LOI vorgegebenen Rahmenbedinungen komplex ist. Zumindest in Bezug auf die Global Job Architektur unterstrichen beide Tarifvertragsparteien den Willen, die DT BS in das System aufzunehmen, auch wenn die Detailfragen dazu noch zu klären sind.