STRABAG @ ver.di

STRABAG Tarifrunde 2018

STRABAG Tarifrunde 2018

November 2018 Tarifinfo 7

 

Tarifvertragliche Begleitung von Umorganisation STRABAG FS und PFS

Integrierte Dienstleistungen erfordern Integration der Beschäftigten

Seit letztem Jahr, unmittelbar nachdem der Verlust des DTAG-Accounts bekannt geworden war, begann das Management der STRABAG damit, aus ihrer Sicht notwendige Umstrukturierungen zu diskutieren. Die Unternehmensbereichsleitung 4S plant, die 5 Legaleinheiten des Unternehmensbereich 4S der STRABAG in drei inländischen und einer europäischen Direktion zu organisieren. Damit verbunden soll es zu einer integrierten Leistungserbringen zwischen den Gesellschaften innerhalb des Unternehmensbereich kommen.

ver.di stellte dabei die grundsätzliche Aufstellung der STRABAG in mehreren Gesellschaften unter unterschiedlichen Arbeitsbedingungen in Frage und forderte eine Angleichung der Arbeitsbedingungen. Integrierte Dienstleistungen funktionieren nur, wenn Beschäftigte in derselben Firma und in integrierten Teams unter denselben Arbeitsbedingungen arbeiten.

Bereits mit dem Tarifabschluss 2018 haben sich STRABAG und ver.di auf eine Komponente zur Harmonisierung der Arbeitsbedingungen verständigt und neben dem Ausschluss von betriebsbedingten Beendigungskündigungen für die SPFS und SFS auch die Anhebung des tariflichen Urlaubsanspruchs in der SFS bis 2021 vereinbart. Ebenso wurde mit dem Tarifabschluss vereinbart, „Verhandlungen über die zukünftigen Strukturen und gemeinsame Leistungserbringung zwischen SPFS und SFS einschließlich integriertem Störungsmanagement" aufzunehmen. In einem unmittelbar in Folge vereinbarten Eckpunktepapier zwischen wurde sich darauf verständigt, dass die Maßnahmen unter den Gesichtspunkten der Kostenneutralität und dem Erhalt des aktuellen Tarifniveaus stattfinden sollen.

Nach Verständigung auf ein Eckpunktepapier hat ver.di die Verhandlungen mit den Arbeitgebervertretern der STRABAG geführt und im November eine Verständigung über die nächsten Schritte erzielen können.

 

Hierbei galt es zu berücksichtigen, dass ca. 280 Kolleg*innen der STRABAG FS im Zusammenhang mit dem Wechsel des Telekom-Accounts im Juli 2019 Betriebsübergang zur ISS übergehen. Da die Bedingungen der Wechsel zur ISS bereits frühzeitig mit ISS vereinbart wurden, haben sich STRABAG und ver.di darauf verständigt, diese Mitarbeiter*innen in den aktuellen Vorhaben nicht mit einzubeziehen.

STRABAG plant, alle Mitarbeiter*innen der STRABAG FS, die nicht dem DTAG-Account zugeordnet sind, zum 01. Januar 2019 in die STRABAG PFS zu überführen. Diese Überführung soll durch den Abschluss eines dreiseitigen Vertrags zwischen STRABAG FS, STRABAG PFS sowie der/dem entsprechenden Mitarbeiter*in geschehen.

 

Hinweis für Beschäftigte im DTAG-Account

Für Beschäftigte im Telekom-Account, die aufgrund vertraglichen Vereinbarungen zum 01.07.2019 zur ISS wechseln, finden die hier beschriebenen Regelungen keine Anwendung. Sie verbleiben bis zum 30.06.2019 bei STRABAG FS und wechseln dann wie vereinbart zum 01.07.2019 zur ISS. Ver.di hat in den Tarifverträgen mit ISS Communication Services ebenfalls eine Verhandlungszusage zur „Integration" der Beschäftigten der STRABAG FS vereinbart. Diese Verhandlungen wird ver.di in den kommenden Monaten mit ISS aufnehmen.

 

Sicherungsregelungen und Standortsicherung Nürnberg

Zur Begleitung der Überführung der Mitarbeiter*innen haben ver.di und STRABAG umfangreiche tarifliche Regelungen vereinbart. Hierbei galt es eine möglichst weitgehende Integration in die Regelungen der STRABAG PFS unter der Maßgabe der Kostenneutralität zu realisieren.

Für alle Beschäftigten der STRABAG FS, die zum 01.01.2019 in die STRABAG PFS überführt werden, konnte sichergestellt werden, dass die bereits bei STRABAG FS verdiente Betriebszugehörigkeit bei STRABAG PFS anerkannt wird. Darüber hinaus wird die in der Tarifrunde 2018 vereinbarte Erhöhung der tariflichen Urlaubstage auch in der STRABAG PFS umgesetzt. Bereits geplante und genehmigte Urlaube können in 2019 genommen werden. Bisherige Verträge mit Vermögenswirksamen Leistungen werden zu den bestehenden Konditionen weitergeführt und Weiterbildungsmaßnahmen (die bei STRABAB FS begonnen wurden) werden fortgeführt.

Der bereits in der Tarifrunde 2018 vereinbarte Ausschluss von betriebsbedingten Beendigungskündigungen gilt für alle Beschäftigten der STRABAG FS in der STRABAG PFS fort.

Darüber hinaus haben sich STRABAG und ver.di darauf verständigt, dass der Standort Nürnberg durch Verlagerung von neuen Aufgaben, insbesondere im Account UCB, nachhaltig gesichert und weiterentwickelt werden soll.

Über die Fortgeltung von Betriebsvereinbarungen wird der Betriebsrat des Betriebs FS in der STRABAG PFS in den weiteren Wochen Verhandlungen aufnehmen.

Bestimmungen für gewerbliche Mitarbeiter*innen

Gewerbliche Mitarbeiter*innen werden mit ihrem bisherigen Stundenentgelt und ihrer bisherigen Wochenarbeitszeit in die STRABAG PFS überführt. Für sie gelten in Zukunft der Entgeltrahmentarifvertrag, der Manteltarifvertrag, der TV Montage, der Tarifvertrag Teilzeit, der Tarifvertrag Betriebsleiterzulage sowie der Tarifvertrag Entgeltumwandlung der STRABAG PFS.

Damit kommen für die gewerblichen Arbeitnehmer*innen in Zukunft die deutlich besseren Regelungen zur Arbeitsbefreiung, Haftungsbeschränkung für Arbeitnehmer, Zuschlagsregelungen, Sterbegeld, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sowie der Regelungen zu Rufbereitschaft und Herbeiruf zur Anwendung.

Zusätzlich wurde ein Entwicklungspfad für Haustechniker vereinbart, der eine Stufenweise Entwicklung für Mitarbeiter*innen in der Lohngruppe L6 nach zwei Jahren in die Lohngruppe L7 und nach weiteren zwei Jahren in die Entgeltgruppe 5 der STRABAG PFS vorsieht.

Eine Anwendung des Tarifvertrags Zeitwertkonten werden die Tarifvertragsparteien im Laufe des Jahres 2019 prüfen und abschließend entscheiden. Ver.di hat sich bereits klar positioniert und strebt die Anwendung des TV Zeitwertkonten an.

Bestimmungen für Angestellte der STRABAG FS

Angestellte der STRABAG FS werden mit ihrem bisherigen Gehalt und ihrer bisherigen Wochenarbeitszeit in die STRABAG PFS überführt. Für sie gelten in Zukunft der Entgeltrahmentarifvertrag, der Manteltarifvertrag, der TV Montage, der Tarifvertrag Teilzeit, der Tarifvertrag Betriebsleiterzulage sowie der Tarifvertrag Entgeltumwandlung der STRABAG PFS. Zusätzlich kommt auch der Tarifvertrag Arbeitszeitkonten und der Tarifvertrag Zeitwertkonten zur Anwendung.

Die oben beschriebenen günstigeren Regelungen des Manteltarifvertrags kommen für Angestellte inhaltsgleich zur Anwendung.

Für die Angestellten wurde eine Heranführungsregelung vereinbart, die sowohl eine stufenweise Entgeltentwicklung in das System der STRABAG PFS, wie auch eine stufenweise Absenkung der Wochenarbeitszeit bis zum 2025 vorsieht.

Bestimmungen für Neueinstellungen

Die oben aufgeführten Regelungen für gewerbliche Mitarbeiter und Angestellte gelten auch für Mitarbeiter, die ab Januar 2019 in gewerblichen Funktionen bundesweit oder am Standort Nürnberg als Angestellte neu eingestellt werden.

Die Tarifvertragsparteien haben sich darauf verständigt, in 2019 weitere Verhandlungen aufzunehmen, um über die weitere Integration, sowie einer Neuregelung der Störungseinsätze zu verhandeln.

Fazit

Ver.di hat sich immer dafür ausgesprochen, die künstliche Trennung der Mitarbeiter*innen der STRABAG PFS und FS zu beseitigen und begrüßt die Integration der STRABAG FS im Rahmen der organisatorischen Neuaufstellung ausdrücklich.

Mit den ausgehandelten Regelungen verbessern sich die Arbeitsbedingungen der STRABAG FS-Beschäftigten unmittelbar und zeigen Perspektive für eine weitere Entwicklung der Arbeitsbedingungen. Für den Standort Nürnberg konnte eine belastbare Vereinbarung getroffen werden, die eine verlässliche Absicherung der Arbeitsplätze am Hauptsitz der STRABAG FS ermöglicht.

Für ver.di geht es nun darum, die „Integration" der STRABAG FS nun auch in den arbeitsorganisatorischen Abläufen und der Unternehmenskultur zu verankern und nachhaltig zu betreiben. Diesen Prozess werden die Betriebsräte bei den Führungskräften der STRABAG einfordern und aktiv begleiten.

Für weitere Informationen stehen die ver.di-Betriebsräte und Vertrauensleute beider Gesellschaften zur Verfügung

Umbrüche aktiv gestalten! Gemeinsam in einer starken Gewerkschaft entwickeln wir die Arbeitsbedingungen in der STRABAG!

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August 2018 - Tarifinfo 6

STRABAG PFS/FS: Tarifergebnis erzielt: Drei mal Zwei plus Einmalzahlung

Dritte Verhandlungsrunde bringt Ergebnis

ach intensiven Verhandlungen konnte ver.di am Abend des 9. August mit der Verhandlungskommission der Arbeitgeber ein Tarifergebnis für die ver.di-Mitglieder in den STRABAG-Gesellschaften erzielen.

Das Ergebnis enthält eine deutliche Einmalzahlung und eine tabellenwirksame Erhöhung in 2018, die Verlängerung und Ausdehnung von bestehenden Schutzrechten, die Angleichung der Urlaubstage in der STRABAG FS auf 30 Tage und eine Verhandlungszusage zur weiteren Begleitung der zukünftigen Strukturen im STRABAG Unternehmensbereich 4S.

Das Tarifergebnis im Überblick:

Tabellenwirksame Entgelterhöhung um insgesamt 6 % in 3 Schritten in allen 3 Gesellschaften (SPFS, SFS, SRPS):
- Erhöhung um 2% zum 01.09.2018
- Erhöhung um weitere 2% zum 01.01.2020
- Erhöhung um weitere 2% zum 01.01.2021
 
Die Servicepauschale in der STRABAG PFS wird analog erhöht
 
Die Vergütungen von Auszubildenden und Dual Studierenden erhöhen sich über die jeweiligen tarifvertraglichen Formeln ebenfalls im selben Maße und werden auf volle 10 Euro aufgerundet
 
Die im Umstellungstarifvertrag SRPS vereinbarte Anrechnungsformel wird in 2018 (erster Erhöhungsschritt) nicht angewendet
 
Gesamtlaufzeit der Tarifrunde bis 31.03.2021

Einmalzahlung

Beschäftigte der STRABAG PFS und STRABAG RPS erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von 1.000 EUR (beurlaubte Beamte 850 EUR)
 
Beschäftigte der STRABAG FS erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von 500 EUR
 
Auszubildende und Dual Studierende erhalten eine Einmalzahlung in Höhe von 300 EUR
 
Die Auszahlung erfolgt mit der Zahlung im Monat Oktober


Beschäftigungssicherheit

Verlängerung des Ausschlusses betriebsbedingter Beendigungskündigungen und des Tarifvertrages Rationalisierungsschutz in der STRABAG PFS bis 31.03.2021
 
Erstmalige Vereinbarung eines Ausschlusses von betriebsbedingten Beendigungskündigungen in der STRABAG FS bis 31.03.2021

Weitere Vereinbarungen

Erhöhung des Urlaubsanspruchs in der STRABAG FS:
- Einmalige Gewährung eines besonderen Urlaubstages in 2019
  (zu nehmen bis 30.06.2019)
- Erhöhung des tariflichen Urlaubsanspruchs in 2020
  auf 29 Tage pro Jahr
- Erhöhung des tariflichen Urlaubsanspruchs in 2021
  auf 30 Tage pro Jahr
 
Betriebliche Altersversorgung:

Verlängerung der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung gemäß §2 TV Überleitung bAV um drei Jahre bis 30.09.2021
 
Entgeltumwandlung SPFS:

Anrechnung Arbeitgeberzuschuss auf Leistungen gem. Betriebsrentenstärkungsgesetz
 
Abschluss eines befristeten Tarifvertrages Arbeitnehmerüberlassung in der STRABAG PFS und STRABAG FS
- Dieser befristete Tarifvertrag ermöglicht die Arbeitnehmerüberlassung innerhalb der beiden Gesellschaften bis zu maximal 30 Monaten
- Ab dem 4. Monat ist der equal pay Grundsatz umzusetzen
- Der Tarifvertrag ist befristet und tritt zum 30.09.2019 ohne Nachwirkung außer Kraft
 
Vereinbarung zu Verhandlungen über die zukünftigen Strukturen und gemeinsame Leistungserbringung zwischen SPFS und SFS einschließlich integriertem Störungsmanagement
 
Info-Veranstaltungen mit Diskussionen zur Tarifrunde
Im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde hat ver.di in vielen Standorten im gesamten Bundesgebiet Info-Veranstaltungen durchgeführt und die Diskussion mit den Beschäftigten gesucht. Die von den Beschäftigten geäußerten Erwartungen hat ver.di mit diesem Tarifergebnis nahezu vollständig umgesetzt.
 
Bewertung durch ver.di Verhandlungskommission
Die ver.di-Verhandlungskommission hat das ausgehandelte Tarifpaket intensiv diskutiert und intern bewertet. Aus der Diskussion der Verhandlungskommission:

Das Tarifpaket enthält eine dreistufige tabellenwirksame Erhöhung der Entgelttabellen, die erste Erhöhung erfolgt im Jahr 2018
 
Etwaige Leermonate werden durch eine höhere Einmalzahlung überkompensiert
 
Die geringere Einmalzahlung in der STRABAG FS ist angesichts der vereinbarten Erhöhungen des Urlaubsanspruchs, der geringeren Leermonate und der kürzeren Gesamtlaufzeit für STRABAG FS vertretbar
 
Im Paket Tabellenerhöhung und Einmalzahlung erfolgt in 2018 in allen Gesellschaften eine ordentliche Entgeltzahlung
 
Die Gesamtlaufzeit der Tarifrunde ist zu lang. Angesichts der wirtschaftlichen Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit dem Wegfall des Telekom-Accounts ist diese aber zu verkraften und gibt den Beschäftigten Sicherheit und Perspektive, verbunden mit einer guten Entgeltentwicklung
 
Gegenüber der ursprünglichen Haltung der Arbeitgeber ist eine deutliche Verbesserung in allen Elementen der Tarifrunde erreicht worden
 
Die Verlängerung der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersversorgung war ein „must have“ in dieser Tarifrunde. Dies haben wir erreicht und damit auch dafür gesorgt, dass diese in der ISS weitergeführt wird
 
Der bestehende Schutz durch den TV Ratio konnte im erweiterten Geltungsbereich, wie in der Tarifrunde 2016 erkämpft (für alle Beschäftigte mit einer Betriebszugehörigkeit von mindestens 5 Jahren), verlängert werden
 
Erstmals konnte für die Beschäftigten der STRABAG FS ein Ausschluss von betriebsbedingten Beendigungskündigungen vereinbart werden. Dies ist ein riesiger Erfolg
 
Für die Kolleginnen und Kollegen der STRABAG FS stand das Thema Urlaub an erster Stelle. Dies haben wir beantwortet und steigern die Urlaubstage ab 2021 auf 30 Tage pro Jahr. Damit ist die Angleichung endlich erreicht
 
Für die STRABAG FS bedeutet dies das beste Tarifergebnis seit Jahren
 
Der strategische Ansatz, die Tarifrunde 2018 als gemeinsame Tarifrunde aller STRABAG-Gesellschaften anzugehen, hat sich bewährt
 
Die Vereinheitlichung der Laufzeit ist eine strategisch wichtige Komponente, um auch die kommende Tarifrunde gemeinsam anzugehen
 
Verhandlungskommission empfiehlt Annahme des Verhandlungsergebnisses
„Diese Tarifrunde war eine sehr Spezielle. Der Wegfall des Telekom-Accounts, die geplanten Übergänge von einem Großteil der Belegschaft zur ISS und die Vielfältigkeit und Komplexität der zu verhandelnden Themen haben die Verhandlungen erschwert. Dennoch ist es uns gelungen, uns in den Verhandlungen zu behaupten und ein gutes Ergebnis für die Beschäftigten der STRABAG-Gesellschaften zu erstreiten.“ fasst ver.di Verhandlungsführer Pascal Röckert das Verhandlungsergebnis zusammen

Das Verhandlungsergebnis muss nun noch vom ver.di Bundesfachgruppenvorstand TK beschlossen werden. Die ver.di Verhandlungskommission hat sich einstimmig für die Annahme des Verhandlungsergebnisses ausgesprochen.

 Juli 2018 – Tarifinfo 3 

Tarifrunde 2018 Verhandlungen aufgenommen

Start der Tarifverhandlungen in Bad Soden

Am 09. und 10. Juli haben ver.di und STRABAG die Verhandlungen zur Tarifrunde 2018 für die STRABAG PFS, die STRABAG FS und die STRABAG RPS aufgenommen.

ver.di bringt Forderungen ein

Die ver.di Verhandlungskommission hat in der ersten Verhandlungsrunde die im Mai beschlossenen Forderungen zur Tarifrunde 2018 eingebracht und begründet. ver.di machte deutlich, dass das Forderungspaket den besonderen Rahmenbedingungen der STRABAG-Gesellschaften Rechnung tragen und einer klaren Erwartungshaltung der Beschäftigten an das Management der STRABAG entspricht.

Neben einer Entgelterhöhung in Höhe von 2 % geht es in der Tarifrunde um die Beteiligung am Unternehmenserfolg und einer Komponente zur Harmonisierung der Arbeitsbedingungen im Unternehmensbereich 4S. Ergänzend hat ver.di das Ziel, eine Fortführung der in 2018 auslaufenden Regelungen zum TV Ratioschutz und der betrieblichen Altersversorgung in der STRABAG PFS zu erreichen.

Arbeitgeber wollen langfristigen Abschluss

Die Arbeitgeber erklärten, dass sie ein Interesse an konstruktiven Verhandlungen und einem baldigen Abschluss haben.

Sie stellten die, aufgrund des Verlusts des Telekom-Accounts, „vor ihnen liegenden Herausforderungen" dar und verwiesen auf die „Notwendigkeit einer zukunftsfesten Tarifeinigung".

Für sie gehe es um einen langfristigen Abschluss, der eine Perspektive für die Beschäftigten aufzeige, aber auch den einbezogenen Unternehmen Planungssicherheit verschaffe.

Ergänzend fände durch die Vereinbarungen mit ISS zu Betriebsübergängen der STRABAG-Beschäftigten im Telekom-Account eine Vorprägung für Themen in der Tarifrunde 2018 statt.

Die Arbeitgeber brachten bereits am ersten Tag der Verhandlungen ein Angebot in die Tarifverhandlungen ein.

Die ver.di Verhandlungskommission begrüßte es ausdrücklich, dass die Arbeitgeber bereits zu einem frühen Zeitpunkt der Verhandlungen ein Angebot einbrachten und wertete dies als positives Signal in der Tarifrunde zügig zu einer Einigung zu kommen. Inhaltlich entsprach dieses Angebot allerdings lediglich der im April schon kommunizierten Offerte und wurde von ver.di als unzureichend zurückgewiesen.

Konstruktive Verhandlungen

Im weiteren Verlauf der Verhandlungen folgten dann mehrere Sondierungsgespräche, in denen man sich über die einzelnen Elemente der ver.di-Forderung, eine mögliche Angebotsstruktur und eine mögliche Laufzeit der Tarifrunde austauschte. Am Ende des Verhandlungstermins erklärten die Arbeitgeber, dass sie eine Einigung in der Tarifrunde 2018 für möglich halten und die Zeit bis zur nächsten Verhandlungsrunde für interne Diskussionen nutzen wollen.

Die ver.di Verhandlungskommission bewertete den ersten Termin als konstruktive Verhandlungsrunde, in der ein ernsthafter Wille zur Einigung bei den Arbeitgebern zu erkennen ist. Dennoch sind die entscheidenden Themen noch nicht gelöst.

Die Verhandlungen werden am 18. Juli fortgesetzt.

Wir sind es Wert! Die Teilhabe derBeschäftigten am Erfolg der STRABAG ist mehr als gerechtfertigt!

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 Juli 2018 Tarifinfo 2

Tarifrunde 2018 beginnt heute!

Start der Tarifverhandlungen in Bad Soden

Am Montag, den 09. Juli beginnt in Bad Soden die Tarifrunde 2018 für die STRABAG PFS, die STRABAG FS und die STRABAG RPS.

Nach intensiven Diskussionen um die Zukunft im Telekom-Account, die in der letzten Woche durch Vereinbarung eines Überleitungstarifvertrags mit ISS einen Meilenstein erreicht hat, beginnt damit nun die Zeit, auch für STRABAG die Zukunft der Arbeitsbedingungen zu beschreiben.

Forderung zur Tarifrunde 2018 in den Gesellschaften STRABAG PFS, STRABAG FS, STRABAG RPS:

- Allgemeine Entgelterhöhung in Höhe von 2 %

- Angemessene Komponente zur Beteiligung am Unternehmenserfolg

- Komponente zur Harmonisierung der Arbeitsbedingungen im Unternehmensbereich 4S

- Laufzeit 12 Monate

Darüber hinaus erwarten wir innerhalb der Tarifrunde eine Lösung zur Fortführung der bis 2018 gültigen Vereinbarung zur betrieblichen Altersvorsorge und zur Verlängerung des Tarifvertrags Rationalisierungsschutz innerhalb der STRABAG PFS.

Bereits im April hatte ver.di zwei Tarifgespräche mit dem Management des STRABAG Unternehmensbereich 4S geführt, die damals allerdings keine Lösung brachten.

ver.di hat im Mai die Ziele in der Tarifrunde beschlossen und wird nun konsequent daran arbeiten, diese zu erreichen. Neben einer allgemeinen Entgelterhöhung geht es um eine angemessene Beteiligung am Unternehmenserfolg und die Harmonisierung der Arbeitsbedingungen im Unternehmensbereich 4S.

Darüber hinaus wird ver.di die Fortführung des Tarifvertrag Rationalisierungsschutz und der betrieblichen Altersversorgung in der STRABAG PFS ansprechen und auf eine Lösung innerhalb der Tarifrunde drängen.

Tarifrunde beginnt jetzt

Ebenfalls im Mai hat ver.di die Verhandlungskommission beschlossen. Sie besteht unternehmensübergreifend aus den Kolleginnen und Kollegen Felix Planetosch (PFS, FST Süd), Dunja Stapel (PFS, FST Nord), Beatrice Drebenstedt (STRABAG FS) Markus Theisen (PFS, FST Mitte), Dirk Schug (PFS, REM), Jürgen Zschiesche (PFS, FST Nord), Norbert Laudehr (PFS, Betrieb FS), Berthold Vogl (STRABAG FS) und Detlef Schwers (STRABAG RPS), Pascal Röckert (ver.di).

„Die einzelnen Themen haben wir im April bereits durchdiskutiert, die Arbeitgeber wissen, worum es geht. Wir erwarten, dass sie das nun schnell in ein Angebot in der Tarifrunde umsetzen", so ver.di Verhandlungsführer Pascal Röckert.

Die STRABAG-Arbeitgeber sind nun gefordert, den Beschäftigten Wertschätzung für ihre Arbeit zukommen zu lassen und die Zukunft der Arbeitsbedingungen im Unternehmensbereich 4S positiv zu beschreiben. Neben der organisatorischen Neuausrichtung des Unternehmensbereich, die aktuell diskutiert wird, setzen die Beschäftigten nun ein klares Zeichen:

Wir sind es Wert! Die Teilhabe der Beschäftigten am Erfolg der STRABAG ist mehr als gerechtfertigt!

Gerecht, wird es nicht von alleine!

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 Mai 2018 Tarifinfo 1

Forderungen beschlossen! Tarifrunde kann beginnen 

ver.di beschließt Forderungen

ver.di hat die vergangenen Wochen genutzt, um sich intensiv auf die kommende Tarifrunde 2018 in den STRABAG-Gesellschaften vorzubereiten.

Entsprechend der Diskussion der ver.di-Vertrauensleute und der Betriebsgruppen, hat der ver.di Bundesfachgruppenvorstand am 28.05.2018 die Forderungen für die Tarifrunde 2018 beschlossen.

Angesichts der engen tarifpolitischen, wie auch arbeitsorganisatorischen Zusammenhänge der drei Gesellschaften STRABAG PFS, STRABAG FS und STRABAG RPS wird ver.di die Tarifrunde 2018 als gemeinsame Tarifrunde dieser drei Gesellschaften bestreiten.

Mit den Arbeitgebern konnte hierzu eine entsprechende Verständigung hergestellt werden.

Forderung zur Tarifrunde 2018 in den Gesellschaften STRABAG PFS, STRABAG FS, STRABAG RPS:

- Allgemeine Entgelterhöhung in Höhe von 2 %

- Angemessene Komponente zur Beteiligung am Unternehmenserfolg

- Komponente zur Harmonisierung der Arbeitsbedingungen im Unternehmensbereich 4S

- Laufzeit 12 Monate

Darüber hinaus erwarten wir innerhalb der Tarifrunde eine Lösung zur Fortführung der bis 2018 gültigen Vereinbarung zur betrieblichen Altersvorsorge und zur Verlängerung des Tarifvertrags Rationalisierungsschutz innerhalb der STRABAG PFS.

Besondere Situation berücksichtigt

Bereits in der Forderungsdiskussion wurde deutlich, dass die Tarifrunde 2018, angesichts des kommenden Wegfalls des Telekom-Accounts und den damit verbundenen Vereinbarungen mit ISS unter besonderen Rahmenbedingungen stattfindet. Dies kann jedoch nicht als Grund herangezogen werden, in 2018 eine Nullrunde zu akzeptieren, wie es von den Arbeitgebern in ersten Gesprächen angekündigt wurde. Vielmehr geht es darum, den Beschäftigten Wertschätzung entgegen zu bringen und sie angemessen am guten Unternehmenserfolg zu beteiligen.

Darüber hinaus fordert ver.di eine Komponente zur Angleichung der Arbeitsbedingungen im Unternehmensbereich 4S. Hiermit verfolgt ver.di das Ziel, erste Schritte zur Angleichung der Arbeitsbedingungen innerhalb der STRABAG-Gesellschaften zu erreichen.

Letztendlich muss es in der Tarifrunde auch darum gehen, die in 2018 auslaufenden Regelungen zur betrieblichen Altersvorsorge und zum TV Ratioschutz zu verlängern. Diese Themen wird ver.di in die Tarifverhandlungen einbringen.

Tarifrunde beginnt jetzt

Die STRABAG-Arbeitgeber haben nun die Chance, den Beschäftigten Wertschätzung für ihre Arbeit und auch materielle Anerkennung zukommen zu lassen.

Die Beschäftigten sind es Wert! Die Teilhabe der Beschäftigten am Erfolg der STRABAG ist mehr als gerechtfertigt!

Der Auftakt zur Tarifrunde 2018 für die STRABAG-Gesellschaften findet am 09. Juli statt! Weitere Infos folgen!

Gerecht, wird es nicht von alleine!

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Mai 2018 Sonderinfo 7

 

Tarifgespräche bringen keine Lösung

Gespräche zu Tarifthemen im April

Nachdem sich ver.di im März mit der ISS über Eckpunkte für Personalübernahmen verständigen konnte, hatte ver.di unmittelbar die STRABAG zu Tarifgesprächen aufgefordert, um auch in der STRABAG Antworten für die Beschäftigten für eine künftige Tarifentwicklung zu finden.

Diese Gesprächsaufforderung wurde von Seiten der Geschäftsführung angenommen. Bereits im April fanden zwei Gespräche statt.

Der von beiden Seiten gehegte Gedanke, schnell zu einer für beide Seiten guten Lösung zu kommen, konnte hierin allerdings nicht verwirklicht werden.

Die Geschäftsführung der STRABAG PFS hat zu den von ver.di eingebrachten Themen zur Entgeltentwicklung, der Fortführung betrieblichen Altersversorgung und zur langfristigen Anwendung des TV Rationalisierungsschutz einen nur eingeschränkten Handlungsspielraum deutlich gemacht.

STRABAG will Nullrunde

Zwar war STRABAG bereit, die Punkte „Fortführung der betrieblichen Altersvorsorge" und „Verlängerung des Tarifvertrag Rationalisierungsschutz" zu lösen, sah sich bei der Entgeltentwicklung allerdings lediglich dazu in der Lage, die im Eckpunktepapier mit ISS für die Jahre 2019 fortfolgend vereinbarten Erhöhungen ebenfalls umzusetzen. Für das Jahr 2018 und mindestens für das erste Halbjahr 2019 würde dies allerdings eine Nullrunde bedeuten.

Ver.di machte deutlich, dass mit diesem Ansinnen der Geschäftsführung, trotz der nach wie vor angespannten Situation in den STRABAG-Gesellschaften, keine Lösung zu erreichen ist

Zwar bestreitet auch ver.di nicht, dass, die Zukunft der STRABAG-Gesellschaften nicht rosarot ist, doch ist mit Abschluss der Vereinbarungen mit ISS nun wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen.

Diese Situation nun allerdings dazu zu nutzen, den Beschäftigten für die aktuelle Tarifrunde eine Nullrunde zu verordnen, ist angesichts der guten Umsatz- und Ergebniszahlen nicht darstellbar. Weiterhin hat ver.di ausgeführt, dass man nach wie vor zum Tarifabschluss 2016 steht, auch wenn dieser hinsichtlich der Entgeltentwicklung eher bescheiden ausgefallen ist. Dies allerdings als Maßstab für alle weiteren Tarifrunden zu nehmen wird dem hohen Engagement der beschäftigten nicht gerecht und daher in keinster Weise akzeptiert!

Keine Lösung in Sicht

Folgerichtig hat ver.di daher festgestellt, dass auf der Ebene von Gesprächen keine Einigung für die in 2018 zu lösenden Themen hergestellt werden kann und daher nun über die Aufnahme von Tarifverhandlungen am Verhandlungstisch Lösungen gesucht werden müssen.

In dieser Woche hat ver.di die Situation intern beraten und beschlossen, die Vorbereitung der Tarifrunde nun zügig umzusetzen und den Arbeitgeber zeitnah zu Verhandlungen aufzufordern.

Bereits in den vergangenen Monaten haben in allen Regionen Diskussionsveranstaltungen der Mitglieder und Vertrauensleute stattgefunden.

Die dort diskutierten Forderungselemente wird ver.di nun zusammenfassen und eine Forderung zur Tarifrunde 2018 entwickeln. Diese wird am 28. Mai im Bundesfachgruppenvorstand TK beschlossen.

 Gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen im STRABAG-Konzern. Mitglied werden – jetzt!