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Vodafone Kabel Deutschland: Unternehmensziele 2016/2017

Vodafone Kabel Deutschland: Unternehmensziele 2016/2017

Juli 2017 Mitarbeiterinfo

Unternehmensziele 2016/2017

Unternehmenszielerreichung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017

 

Zum Thema „Unternehmenszielerreichung im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017" haben uns einige Anfragen erreicht.

Die Unternehmenszielerreichung wurde für beide Unternehmen (Vodafone GmbH und VKD) mit 102,3% festgestellt; auf Grund unterschiedlicher tariflicher und betrieblicher Regelungen kommt es zu unterschiedlichen Auszahlungsbeträgen.

Insbesondere die Berechnung der UN-Zielerreichung bei VKD hat dabei zu Diskussionen geführt. Hierbei handelt es sich nicht um einen „Rechenfehler", sondern um bestehende Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden können, was in diesem Jahr gegenüber der Vodafone GmbH zu einer niedrigeren Unternehmenszielerreichung geführt hat und im vorherigen Jahr zu einer höheren.

Die Arbeitnehmervertreter haben das im Vorfeld der Aufsichtsratssitzung kontrovers mit dem Arbeitgeber diskutiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vodafone Kabel Deutschland haben einen erheblichen Anteil zum Unternehmenserfolg im abgelaufenen Geschäftsjahr beigetragen, das sollte auch entsprechend honoriert werden.

Eine Klärung des Sachverhalts hätte aufgrund der unterschiedlichen Positionen und Auslegungen die Auszahlung der kompletten UN-Zielerreichung für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (bei ungewissem Ausgang) erheblich verzögert.

Die Geschäftsführung hat sich dazu entschlossen, die Zielerreichung für VKD mit 102,3% festzulegen und der Aufsichtsrat hat dem mehrheitlich zugestimmt. Die Betriebsräte hatten hierbei keinen Einfluss.

Die Tarif- und Betriebsparteien werden gemäß der Empfehlung aus dem Aufsichtsrat zeitnah klare Regelungen zur Ermittlung der Unternehmenszielerreichung und den damit verbundenen Auszahlungsmodalitäten vereinbaren, damit dieser Fall künftig ausgeschlossen ist. Damit bietet sich auch eine Chance einige seit Jahren offenen Probleme wie z.B. die Anpassung der Zielerreichungskurve, Anzahl der Ziele positiv zu regeln. Der GBR und ver.di werden den Arbeitgeber zu Verhandlungen auffordern.

 

Juni 2017 Beschäftigteninfo

Maßnahme Transformation: Versprochen wurde ein zukunftsfähiges Unternehmen – Umgesetzt wird Personalabbau und Standortschließung!

Anfang 2017 wurden alle Beschäftigten per Mail darüber informiert, dass erhebliche Veränderungen stattfinden werden.

Konkrete Maßnahmen waren noch nicht geplant, aber es wurde vom Aufbau neuer Kompetenzen, von der Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit, vom Umbau der Organisation durch weitere Integrationsschritte, von Standortkonsolidierung und Konzentration auf des Kerngeschäft gesprochen.

Das klang erst einmal recht schön. Aber dann kam die Ernüchterung. In allen Bereichen des Unternehmens sollte geprüft werden, welche Kosteneinsparungen umgesetzt werden können.

Kosteneinsparungen in erster Linie durch Personaleinsparungen.

Mitte Mai 2017 wurden dann die Konzernzahlen von Vodafone für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt:

Trotz guter Geschäfte in Deutschland machte Vodafone aber zum zweiten Mal in Folge einen Milliardenverlust.

Als Grund hierfür wurden Entwicklungen in Indien und auf dem britischen Heimatmarkt genannt.

Vodafone Deutschland war im abgelaufenen Geschäftsjahr dagegen recht erfolgreich.

Hannes Ametsreiter, Chef von Vodafone Deutschland, zeigte sich hochzufrieden. "Es war eines der besten Jahre in der Geschichte von Vodafone", betonte er.

Treiber des Wachstum war - wie im vergangenen Jahr auch - das Kabelgeschäft, das beim Umsatz um acht Prozent zulegte. Der Kabelbereich gilt zugleich als der profitabelste Unternehmensbereich. Der Mobilfunk blieb stabil.

Warum muss Vodafone Deutschland unbedingt in allen Bereichen Kosten einsparen, wenn man so erfolgreich und der Kabelbereich der Treiber für das Wachstum ist?

Warum müssen Arbeitsplätze verlagert und Standorte geschlossen werden, wenn eine Giga-Bit-Gesellschaft auch Alternativen wie z.B „mobile working“ bieten kann?

Und warum muss die Kosteneinsparung überwiegend durch Personalabbau erfolgen, wenn man auch zukünftig erfolgreich sein möchte und sich sehr hohe Ziele stellt?

Fast täglich kann man in der Presse neue Meldungen lesen, welche neuen Maßnahmen voran getrieben werden, um dem Ziel der „Gigabit-Gesellschaft“ näher zu kommen.

Um erfolgreich zu sein, braucht man motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Basis für den Erfolg schaffen!

Wer hohe Ziele umsetzen möchte, braucht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die die Voraussetzungen für diese Ziele schaffen!

Müssen Kosteneinsparungen in Deutschland durchgedrückt werden, um hohe Verluste in anderen Konzernbereichen abzumildern?

In einem Artikel in der Süddeutschen Zeitung erläuterte Hannes Ametsreiter im Interview, dass Vodafone in diesem Jahr mehr Maschinen als Menschen vernetzt.

Doch ohne die Menschen – die engagierten Beschäftigten – können die schönsten Ziele nur schwer umgesetzt werden.

Es wurde ein zukunftsfähiges Unternehmen versprochen. Doch nicht alle Beschäftigten werden nach Umsetzung der Pläne dies erleben können.

Die Standortschließungen führen zum „kalten“ Personalabbau und Know-How-Verlust. Viele Beschäftigte werden Angebote zum Wechsel nicht annehmen können. Ein Kommunikationsunternehmen kann den Beschäftigten bessere Lösungen anbieten. Ein „angeordneter“ Personalabbau in allen Bereichen ist nach unserer Auffassung nicht der richtige Weg zur “Gigabit-Gesellschaft“. Vodafone Deutschland steht gut da, vor allem im Kabelbereich.

Ständige Umorganisationen führen nicht immer zum Erfolg des Unternehmens!

Personalabbau bringt kurzfristig Kosteneinsparung. Er bedeutet aber auch Know-How-Verlust und Frustration: Das trägt nicht dazu bei, die hohen Ziele schneller zu verwirklichen!

Transformation zeigt nicht den Weg in die Zukunft, sondern bedeutet kurzfristige Kosteneinsparung zu Lasten der Beschäftigten.

Daher können wir die Maßnahme in dieser Form nur ablehnen!

Wir werden die Betriebsräte und die Betroffenen unterstützen, um vernünftige Lösungen zu finden!

Faire und gute Arbeitsbedingungen in den Unternehmen fallen nicht vom Himmel!

Deshalb gilt jetzt: Mitglied werden!

 

April 2017 TARIFINFO 4

Zweiter Zahltag! Ab 1. Mai 2017: weitere 2,8% mehr für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VKD!

 

Erhöhung in 2017 aufgrund der Tarifrunde 2016

Im Mai 2017 wird jetzt die zweite Erhöhungsstufe aus der Tarifrunde 2016 wirksam. Für die Beschäftigten der Vodafone Kabel Deutschland gilt damit ab Mai: Die Entgelte werden um weitere 2,8 % erhöht. Diese Entgelterhöhung wird in vollem Umfang an jeden Beschäftigten weiter gegeben. Eine anteilige individuelle Verteilung haben wir abgelehnt.

Mit der zweiten Erhöhungsstufe, kommt das Ergebnis der Tarifrunde 2016 jetzt vollumfänglich bei den Beschäftigten an.

Insgesamt beinhaltete das Tarifergebnis 2016 eine Entgelterhöhung von insgesamt 4,8 % und einen Einmalbetrag von 150€. Die Tarifeinigung hat eine Gesamtlaufzeit bis zum 28.02.2018.

Reallohnsteigerungen durchgesetzt

Mit den durchgesetzten Erhöhungen ist es, gemessen an der Preisentwicklung der letzten beiden Jahre, erneut gelungen, deutliche Reallohnsteigerungen für die Vodafone Kabel Deutschland Beschäftigten durchzusetzen.

Bilanz der ver.di Tarifpolitik: 

            Tariferhöhungen bei VKD         Preisentwicklung in Deutschland*

 2016:   2,0 % ab 9 / 2016                     0,5 %

 2017:   2,8 % ab 5 / 2017                     1,5 % (Prognose IMK)

 *Quelle: Destatis, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK)

Mit den insgesamt durchgesetzten Elementen der Tarifrunde 2016 können die ver.di Mitglieder erneut auf eine erfolgreiche Tarifrunde zurückblicken.

Tarifergebnisse fallen nicht vom Himmel. Sie werden von den ver.di-Mitgliedern durchgesetzt.

Mitglied sein zahlt sich aus! Jetzt Mitglied werden - Jetzt Mitglieder werben