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Gespräche zur Verbesserung der Altersteilzeitregelung im Telekom …

Gespräche zur Verbesserung der Altersteilzeitregelung im Telekom Konzern abgeschlossen

28. Februar 2017 TARIFINFO 2

Verhandlungsergebnis erzielt


ver.di hat mit dem agv:comunity ein Ergebnis zum Abschluss eines neuen Verbandstarifvertrages zur Altersteilzeit erzielt. Dabei ist es gelungen, die bisher bestehenden Regelungen zur Ausgestaltung der Altersteilzeitverträge deutlich zu verbessern.

Abschlagsfreier Rentenzugang!
Das bisherige zwingende Ende der Altersteilzeit - zu dem frühstmöglichen Rentenzugang - wird durch eine Regelung ersetzt, die es zukünftig ermöglicht das Ende der Altersteilzeit so zu legen, das ein ab-schlagsfreier Rentenzugang möglich ist. Bisher war diese Möglichkeit nur langjährig Versi-cherten, bzw. Altersrentnern mit besonderen Zugangsvoraussetzungen zur gesetzlichen Rente eröffnet.

Auf Wunsch des Arbeitnehmers ist es allerdings (z. B. aufgrund einer anderen individuellen Lebenspla-nung des Arbeitnehmers) auch zukünftig möglich, ein früheres Ende des Altersteilzeitverhältnis zu verwirk-lichen. Dabei ist zu beachten, dass es dann ggf. doch zu Abschlägen in der gesetzlichen Rente kommen kann. Der früheste Beginn der Altersteilzeit liegt wie bisher im ersten Kalendermonat nach Vollendung des 55. Lebensjahres. Die Gesamtdauer darf wie bisher zwei Jahre nicht unterschreiten und acht Jahre nicht über-schreiten. Aufgrund der flexibleren Gestaltung kön-nen auch Arbeitnehmer mit dem Monat, der auf das 65. Lebensjahr folgt noch Altersteilzeit (dann für mind. 2 Jahre) in Erwägung ziehen. Die Neuregelung gilt für alle ATZ Verträge, die ab dem 01.04.2017 geschlossen werden. In den Verhandlungen ist es leider nicht gelungen, die besseren Bedingungen auch auf bereits bestehende ATZ Verträge auszuweiten.

Für ATZ Verträge die ab 01.04.2017 unterschrieben werden und spätestens am 01.12.2017 beginnen, und bei den es aufgrund des Rentenzugangs doch zu Abschlägen in der Rente kommt, wurde eine Übergangsregelung, zur Kompensation der entstehenden Abschläge, vereinbart.

Übergangsregelung in 2017:

Tarifliche Arbeitnehmer die im Jahr 2017 ab in Krafttreten der neuen Altersteilzeitregelungen eine Altersteilzeitverein-barung unterschreiben und spätestens zum 01.12.2017 ihr Altersteilzeitverhältnis beginnen (z. B. Beginn der aktiven Phase Blockmodell), erhalten ein Abfindungsangebot, wenn sich an die Beendigung der vereinbarten Altersteilzeit keine abschlagsfreie Rente unmittelbar anschließt.
Die jeweiligen Arbeitgeber bieten diesen Arbeitnehmern eine Abfindung nach folgender Staffelung an:
Ab 1 Jahr Ausscheiden vor dem abschlagsfreien Rentenzugang = 25 % des individuellen Jahresziel-gehaltes als Abfindungssumme,
ab 2 Jahre Ausscheiden vor dem abschlagsfreien Rentenzugang = 50 % des Jahreszielgehaltes als Ab-findungssumme,
ab 3. Jahr Ausscheiden vor dem abschlagsfreien Rentenzugang = 75 % des Jahreszielgehaltes als Ab-findungssumme,
ab 4 Jahre Ausscheiden vor dem abschlagsfreien Rentenzugang = 1 Jahreszielgehalt als Abfindungs-summe.

Der Anspruch auf die Abfindung entsteht zum Zeitpunkt der Beendigung des Altersteilzeitverhältnisses und wird am Ende des störfallfrei abgewickelten Altersteilzeitverhältnis-ses ausgezahlt.

Mit den jetzt vereinbarten Änderungen wird die tarifvertraglich abgesicherte Altersteilzeit ein noch attraktiveres Instrument, um frühzeitig und sozial abgesichert aus dem Arbeitsleben auszusteigen! (md)

23. Januar 2017 Tarifinfo 1

Gespräche zur Verbesserung der Altersteilzeitregelung im Telekom Konzern aufgenommen


Attraktivität der Alterszeit erhöhen
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ver.di hat diese Woche mit dem agv:comunity Gespräche aufgenommen, um zu erörtern, ob und wie die bestehenden Altersteilzeittarifverträge angepasst und attraktiver gestaltet werden können.

Die Aufnahme derartiger Gespräche wurde bereits 2015 vereinbart. ver.di hatte den Arbeitgeber im Herbst 2016 angeschrieben und offiziell eingefordert, die Gespräche wie vereinbart aufzunehmen.

Hintergrund der Gespräche
Anfang 2015 hat ver.di mit den einzelnen Konzernunternehmen der Telekom eine Neuregelung der bestehenden Altersteilzeittarifverträge (ATZ-TV) vereinbart. Mit der Neuregelung wurde damals das Ziel verfolgt, für neue ATZ Verträge ab 01.01.2015, einen verbessertern Rentenzugang, in eine Rente mit möglichst geringen bzw. keinen Abschlägen zu ermöglichen.

Mit der Neuregelung in 2015 ist es gelungen, den möglichen Altersteilzeitbeginn und das Ende der Altersteilzeit so zu gestalten, dass für die Geburtsjahrgänge 1954 bis 1961 ein ebenfalls gestaffelter Zugang zur frühstmöglichen Altersrente (und dadurch geringe Abschläge in der gesetzlichen Rente) ermöglicht wurden. Im Ergebnis verblieb es allerdings für die meisten Fälle bei - in der Regel - 2 Jahren vorgezogenen Renteneinstieg, mit der Folge, dass bis zu 7,2% Rentenabschläge in Kauf genommen werden mussten. (Nur für langjährig Versicherte, bzw. Altersrentnern mit besonderen Zugangsvoraussetzungen zur gesetzlichen Rente konnten Abschläge gänzlich vemieden werden.)

In den jetzt aufgenommenen Gesprächen sollte erörtert werden, wie mit weiteren Jahrgängen umgegangen wird.

Konstruktive Gespräche - Lösung in Sicht Die aufgenommenen Gespräche mit dem agv:comunity verliefen sehr konstruktiv, so dass wir davon ausgehen, dass wir uns bereits in den nächsten Wochen auf ein neues, attraktiveres tarifliches Altersteilzeit-Modell verständigen können.

Hintergrund für die Neuregelung in 2015:

Änderungen beim Rentenzugang
Durch die sogenannte „Rente mit 67“ und die neu geschaffene Rente mit 63 haben sich die Zu-gangsmöglichkeiten in die Rente grundlegend verändert. Die „Rente mit 67“ hat für einen frühe-ren Rentenzugang erhebliche Rentenabschläge ausgelöst. Das gesetzliche Renteneintrittsalter wurde gestaffelt nach Geburtsjahrgängen, Schritt für Schritt von 65 auf 67 Jahren verschoben.

Je Monat, zu dem ein vorgezogener Eintritt in die Rente erfolgt, greift ein dauerhafter Rentenabschlag von 0,3%. Je nachdem, wann die vorgezo-gene Rente erfolgt, summieren sich diese Abschläge auf bis zu 14,4%! (md)