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Telekom Konzern: Verhandlungen zu einem konzernweitem Entgeltsystem …

Telekom Konzern: Verhandlungen zu einem konzernweitem Entgeltsystem

29. Mai 2016 TARIFINFO

Verhandlungen zur Harmonisierung gehen weiter! Erste konkrete Schritte zum 01.01.2018 vereinbart

Gespräche mit dem Telekom Personalvorstand eröffnen Rückkehr an den Verhandlungstisch

Seit Anfang des Jahres laufen die Verhandlungen zur Harmonisierung der Entgeltrahmentarifverträge im Konzern. Ende März ging es dann am Verhandlungstisch nicht mehr weiter.
Der ver.di Bundesfachbereichsvorstand TK/IT, hatte den für Personal zuständigen Telekom Konzernvorstand darauf hin zu Gespächen aufgefordert, um zu klären, wie ein Weg zurück an Verhandlungstisch aussehen kann. Die Gespräche haben in den letzten Wochen stattgefunden. Jetzt steht fest, die Verhandlungen gehen weiter.

Einigung auf erste, konkrete  Harmonsierungsschritte
ver.di verständigte sich mit der Telekom, die Harmonisierungsverhandlungen auf zwei Schritte aufzuteilen. In einem ersten Schritt werden ab 01.01.2018 für die unten aufgelisteten Konzerngesellschaften, erste Ergebnisse umgesetzt:      

Die gesicherte Bandwanderung (105, 110, 115%) wird für alle Unternehmen nach einheitlichen Prinzipien ausgestaltet.
Zukünftig erfolgt die Wanderung bis auf den 115% Wert (nach 12 Monaten seit Ersteingruppierung) in drei Jahresschritten  jeweils halbjährlich zu zwei fest definierten Zeitpunkten. Bisher gilt für die meisten Systeme, dass die Wanderung auf den nächsthöheren Entgeltwert, nach Vorliegen der erforderlichen Bedingungen (Erfahrungszeit), immer nur zu Beginn des Folgjahres erfolgte.
 
Für die neue DT IT wird ab 01.01.2018 die dritte Erfahrungsstufe (115%) eingeführt.
Bisher endet das System bei 110%.


Für 2017 wird in der DTS (DTKS) eine Servicekarriere angeboten.
Die Anzahl ist noch in den Verhandlungen zu klären. Mit der Servicekarriere erhalten die Beschäftigten die Möglichkeit, horizontale oder vertikale Karrieren zu durchlaufen. Aus den Karrieren ergeben sich entweder Höhergruppierungsansprüche oder bis zu 5% mehr Entgelt innerhalb der gültigen Entgeltgruppe. 
 
Variable im Nichtvertrieb: Für alle einbezogenen Konzerngesellschaften (inkl. RSS GmbH / ISP) gilt ab 01.01.2018, die Variable ist weg!
Die Umsetzung erfolgt in zwei Schritten. Im ersten Schritt wird allen Beschäftigten für 2018 ein Jahresfestentgelt in Höhe des bisherigen 100% Jahrezielentgeltes garantiert. Der monatliche Zufluss bleibt jecoh zunächst unverändert (bisheriges Monatsentgelt plus - wo vorhanden - gesicherte monatliche Zahlung aus der bisherigen Variablen). Die Abrechnung der 100% für 2018 erfolgt im Mai 2019. Ab 01.01.2019 wird das 100% Jahresfestentgelt dann zu je 1/12 monatlich ausgezahlt.
 
Stundenentgelt Nichtvertrieb: Das Stundenentgelt wird neu berechnet und damit erhöht.
Ab 01.01.2018 wird sich das Stundenentgelt aus der Summe des jeweiligen Monatsentgeltes plus etwaiger monatlicher Zahlungen aus der Variablen berechnen. Ab 01.01.2019 wird das Stundenentgelt dann auf 1/12 des Jahresfestentgelts und damit generel auf 100% umgestellt. Das Stundentgelt ist z. B. Basis für die Berechnung von Zuschlägen oder Umbuchung von Std. in Zeitwertkonten (LazKo). Bisher wurde das Stundenentgelt ausschließlich auf Basis des Monatsentgeltes berechnet (Bei DTTS, DTT betrug es z. B. bisher 85%. Ab 01.01.2018 wird es jetzt auf 96% und ab 01.01.2019 dann auf 100% erhöht).
 
Das Stundenentgelt im Rahmen etwaiger temporärer WAZ Verlängerungen wird auch für das Jahr 2018 auf 100% festgesetzt.
Sollte es in 2018 in einzelnen Unternehmensbereichen (DTT, DTA oder DTS GmbH) zu einer temporären WAZ Erhöhung kommen, steht bereits heute fest, dass eine Stunde dann auch mit 100% gutgeschrieben bzw. bezahlt wird. Das ist nicht mehr als gerecht! (Hinweis: ver.di hat erreicht, dass in der DTT bereits für 2017 die 100% gelten).
 
Variable im Massenvertrieb (T-Shop und DTS GmbH): AUCH HIER GILT, DIE VARIABLE IST WEG!
In den T Shop´s, verbleibt es bei dem bestehenden Regelungen, die ein 100% Festentgelt plus Prämien vorsehen. Für den Internetvertrieb und IVS (Bereiche,, die aus der TDG in die T Shop GmbH überführt werden) und dem Kundenservice (DTS GmbH) wird in den Vertriebsbereichen die Logik aus dem Prämienmodell der T Shop´s in zwei Stufen umgesetzt:
 
Ab 01.01.2018 erhalten alle Beschäftigten ein Festentgelt in Höhe von 96% ihres bisherigen Jahreszielentgeltes. Dieses wir zu 1/12 ausgezahlt und ist gleichzeitig auch Basis für das neue Stundenentgelt. Zusätzlich wird ein Prämienmodell (das in Anlehnung an das T Shop Modell bereits ausverhandelt wurde) eingeführt. 4,2% der Lohnsumme der Vetriebsbeschäftigten wird in 2018 dafür mindestens bereitgestellt. Diese Summe ist kollektiv gesichert, so dass sie in jedem Fall in Summe an die Beschäftigten in 2018 zu Auszahlung kommt.
 
Ab 01.01.2019 wird das Festentgelt auf 100% des bisherigen Jahreszielentgeltes umgestellt. Dieses wird dann zu 1/12 ausgezahlt und ist auch Basis für das neue Stundentgelt. Auch ab 01.01.2019 gibt es dann eine Prämie oben drauf. Die Höhe ist noch in weiteren Verhandlungen zu klären.
 
Die Regelungen zur Funktionszulage bleiben unverändert bestehen.
 
Die Regelungen zur Tätigkeitszulage (bei Vertretungen bzw. befristeter Übernahme höherwertiger Tätigkeiten), sollen zum 01.01.2018 auf eine dann konzerneinheitliche Logik umgestellt werden. Inhalte und Details dazu sind noch in den weiteren Verhandlungen zu klären.

Fortsetzung der Verhandlungen zu den weiteren Harmonisierungsthemen vereinbart
In den Gesprächen mit der Telekom wurde ersichtlich, dass die vorhandene Komplexität der bestehenden Systeme,  z. B. zur Frage der Entgeltgruppenverzeichnisse, sich nicht innerhalb der beabsichtigten Zeitschiene (bis Ende Mai) lösen ließ. Die Notwendigkeit zur Harmonisierung sehen beide Seiten dennoch. Deshalb verständigten sich ver.di und Telekom darauf, folgende Verhandlungskomplexe auf 2018 zu verlagern. Dafür wurde bereits heute einen verbindlicher Rahmen vereinbart:
Die Verhandlungen zu den Themen Entgeltgruppenverzeichnis, Eingruppierung, Eingruppierungsüberprüfung, Bewertungsverfahren, Höher- und Herabgruppierungen werden ab 2018 fortgesetzt.
 
Die Vereinbarungen zur Schaffung des neuen Tarifniveaus (in Summe Erhalt des bisherigen Niveaus) und zur Kostenneutralität aus der Tarifrunde 2016 bleiben unberührt. Aufsetzpunkt für die Betrachtung ist die Regelungslage vor Umsetzung „einfach anders“.
 
Bis zur Harmonisierung werden Funktionalitäten, die nach der Migration von Beschäftigten (aufgrund der Maßnahme „Einfach anders“) einem anderen Entgeltsystem zugeordnet werden, so zugeordnet, wie es im Ursprungssystem der Fall war (1:1 Erhalt des Wertigkeitsgefüges). Bis zum 30.09.2018 leitet die Arbeitgeberseite auch keinen Prozess zur Veränderung dieser Wertigkeiten ein. Falls danach Änderungen vorgesehen sind, wird die Auswirkung zwischen den Tarifvetrragsparteien verhandelt.
 
Im Rahmen der Verhandlungen wird auch über die Anzahl der Entgeltgruppen sowie darüber verhandelt, ob zukünftig eine Bandwanderung auch oberhalb von 115% erfolgen kann.
 
Auswirkungen der verschobenen Verhandlungsblöcke abgefangen
Zum 01.01.2018 laufen die bisher vereinbarten Bereichsausnahmen, für Beschäftigte die aus der TDG und DTTS, in die T -Shop bzw. DTS GmbH wechseln aus. ver.di hat eingefordert und durchgesetzt, dass die Folgen, die sich daraus in Kombination der nun vereinbarten verschobenen Verhandlungen (zu den oben genannten Themen) der Harmonisierung, nicht negativ auf die Beschäftigten auswirken. Die Beschäftigten werden nun zum 01.01.2018 erstmal in das Tarifgefüge der aufnehmenden Einheiten integriert. Dazu werden jedoch tarifliche Übergangsregelungen vereinbart, mit denen vorhandene Besitzstände und auch Expektanzen berücksichtigt werden.

Beschäftigte die der bisherigen EG 10 (in der TDG bzw. DTTS) zugeordnet sind und in die DTS GmbH wechseln, werden dort vorläufig der Entgeltgruppe KS 7 zugeordnet. Eine endgültige Eingruppierung erfolgt erst nach Abschluss der Harmonisierungsverhandlungen.
 
Bewertung der durchgesetzten Ergebnisse
Der ver.di Bundesfachbereichsvorstand hat die erreichten Gesprächsergebnisse beraten und dem  Fortgang der Verhandlungen  - auf der erreichten Basis - einstimmig zugestimmt.  

In den bisherigen Verhandlungen und den nun durchgesetzten konkreten Schritten zur Konzernharmonisierung werden erste wichtige Elemente der vorhandenen Vergütungssysteme auf einem einheitlichen konzernweiten Niveau festgelegt:
Die Variable im Nichtvertrieb ist ab 01.01.2018 Geschichte!
 

Ab 01.01.2019 haben alle Beschäftigten im Nichtvertrieb sowie Massenvertrieb ein einheitliches 100% Festentgelt, welches zu monatlich 1/12 ausgezahlt wird!

Das Stundenentgelt wird von derzeit 80 bis 90 % (je nach Gesellschaft) in zwei Schritten auf dann einheitlich 100% angehoben (Ausnahme Vertrieb GKV).

Auch für 2018 gilt für Bereiche die ggf. von einer temporären WAZ Verkürzung betroffen sind ein 100% Stundenlohn!

In der DTS GmbH werden in 2017 berufliche Aufstiegschancen durch die vereinbarten Servicekarrieren flankiert!
In der DT IT GmbH werden ab 2018 Bandwanderungen bis zu 115% eingeführt!              
Für Harmonisierungsthemen, für die jetzt nicht sofort eine gemeinsame Lösung gefunden wurde, ist ein konkreter Rahmen zur Fortsetzung der Verhandlungen abgesteckt!

Die Folgen die sich aus den veränderten Verhandlungsabläufen für Beschäftigte durch die Betriebübergänge aus „einfach anders“ bzw. die auslaufenden Bereichsausnahmen ergeben, werden über tarifliche Sonderregelungen abgefangen!

Kritisch zu bewerten ist insbeondere, dass die T-Systems Unternehmen an den jetzt vereinbarten ersten Schritten nicht teilnehmen sollen. Hier wird sich ver.di in den dazu vereinbarten Gesprächen weiterhin für eine 100% Integration stark machen.

ver.di hält an dem Ziel möglichst umfassender konzerneinheitlicher Bedingungen fest. Für die weiteren Verhandlungen und Gespräche ist ver.di klar sortiert: ver.di steht für die Schaffung fairer, transparenter und anforderungsgerechter Entgeltrahmenregelungen aller Konzerngesellschaften. Dafür wird ver.di weiter streiten.

09. März 2017 TARIFINFO

Verhandlungen zur Harmonisierung festgefahren. Suche nach gemeinsamen Lösungen, führte nicht zum Ziel!

Zu Beginn der vierten Verhandlungsrunde, die vom 07. bis 09. März in Bad Honnef stattfanden, knüpften die Verhandlungsparteien an die Themen an, zu denen man in der vergangenen Verhandlungsrunde den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen wollte. In intensiven Gesprächen wurde am ersten und zweiten Tag, weiter nach gemeinsamen Wegen und Lösungen gesucht. Im Verlauf der Ge-spräche wurde immer deutlicher, dass die Arbeitgeberseite auch in dieser Verhandlungsrunde die notwendige Bewegungsbereitschaft an entscheidenden Stellen vermissen ließ.
Mehrfach stellte sich die ver.di Verhandlungskommission die Frage, wie ernsthaft die Arbeitgeberseite das Ziel konzerneinheitlicher Entgeltrahmenbedingungen tatsächlich verfolgt.

Verhandlungen festgefahren und unterbrochen!
Am Abend des zweiten Tages bewertete die ver.di Verhandlungskommission den erreichten Gesprächs- und Verhandlungsstand wie folgt:

  • Alle Positionen zu einem harmonisierten konzernein-heitlichen System sind nach insgesamt vier Terminen ausgetauscht.
  • Die fehlende Bewegungsbereitschaft der Arbeitgeberseite steht der Möglichkeit, sich bis Ende März auf ein harmonisiertes System auf Konzernebene zu einigen, massiv entgegen.
  • Die Themenblöcke, in denen sich Lösungen abzeichnen, sind wichtig, werden den Erwartungen an ein konzerneinheitliches System aber nicht gerecht!
  • Die ausgetauschten Positionen liegen nach vier Ver-handlungsrunden an entscheidenden Stellen deutlich auseinander.
  • In den Gesprächen der vierten Verhandlungsrunde ist kein Fortschritt mehr zu erzielen; die Verhandlungen sind festgefahren!

Auf Basis dieser Bewertung wurde entschieden, die Verhandlungen an dieser Stelle zu unterbrechen.

Bundesfachbereichsvorstand wird weiteres Vorgehen entscheiden
ver.di wird die entstandene Verhandlungssituation nun im Bundesfachbereichsvorstand TK/IT beraten und bewerten. Bereits in der nächsten Woche tritt der Vorstand zusam-men. In der Sitzung ist zu entscheiden, wie mit den festge-fahrenen Verhandlungen umgegangen wird und welche konkreten weiteren Schritte zu gehen sind.

ver.di hält an dem Ziel konzerneinheitlicher Bedingungen fest. Bei den anstehenden Entscheidungen ist mit zu klären, wie sich die aktuelle Entwicklung auf die tarifpolitischen Fragestellungen zum 01.01.2018 im Zusammenhang der Maßnahme „einfach anders“ auswirkt (z .B. Auslaufen der Bereichsausnahmen). Hierzu sind klare tarifpolitische Antworten zu geben.

ver.di steht für die Schaffung fairer, transparenter und anforderungsgerechter Entgeltrahmen-regelungen. Dafür wird ver.di weiter streiten.

Faire und gute Arbeitsbedingungen in den Unternehmen und Betrieben der Deutschen Telekom fallen nicht vom Himmel! (md)

23. Februar 2017 TARIFINFO

Verhandlungen zur Harmonisierung fortgesetzt - Dritte Verhandlungsrunde in Köln

Vom 20. bis 22.Februar sind die Verhandlungen zu einem harmonisierten Entgeltrahmentarifvertrag zwi-schen ver.di und dem Arbeitgeberverband agv:comunity (wie vereinbart) fortgeführt worden. In intensiven Gesprächen, die teils bis in die Abend- und Nachtstunden reichten, wurden die einzelnen Verhandlungsbestandteile und unterschiedlichen Sichtweisen erörtert.

Skepsis statt Fortschritt
Zu Beginn dieser Verhandlungsrunde wuchs die Skepsis, innerhalb der drei Tage nennenswerte Fortschritte, geschweige denn ein Ergebnis, erzielen zu können. Zu weit liegen die Positionen der Arbeitgeber und die Vorschläge der ver.di- Verhandlungskommis-sion zu einem harmonisierten Entgeltrahmensystem auseinander. Die Arbeitgeber erklärten zwar, an dem Ziel eines einheitlichen Entgeltrahmentarifvertrag weiter inte-ressiert zu sein, ließen es dafür allerdings - aus Sicht der ver.di Verhandlungskommission - an tragfähigen Vorschlägen an entscheidenden Stellen fehlen. Die Arbeitgeber argumentieren stattdessen zu verschie-denen Verhandlungsgegenständen, plötzlich mit „Benchmarkvergleichen“ zum Markt, die bei der Ges-taltung beachtet werden sollen. Dabei standen weni-ger Harmonisierungsgedanken im Vordergrund, viel-mehr sollen damit Eingriffe in bestehendes Tarifni-veau begründet werden.

Der ver.di-Verhandlungsführer, Frank Sauerland, forderte die Arbeitgeberseite daraufhin auf, von „wünsch-dir-was“-Positionen abzurücken und tragfä-hige Lösungsvorschläge zur Harmonisierung in die Verhandlungen einzubringen. Es geht um Harmoni-sierung und Weiterentwicklung der bestehenden Systeme und nicht um den „Rückbau“ des vorhande-nen Tarifniveaus auf Basis zweifelhafter Benchmark-vergleiche!
Suche nach gemeinsamen Sichtweisen

Nachdem in den offiziellen Verhandlungen kein Weiterkommen erkennbar war, verständigten sich die Verhandlungsführungen auf mehrere Sondierungsrunden, zu den unterschiedlichen Verhandlungsblöcken. Nach vielen intensiven und langen Gesprächen, konnten in den Sondierungen Positionen miteinander ausgetauscht werden, die es aus Sicht der Verhand-lungskommission wert sind, weiter diskutiert zu wer-den. Allerdings wurde auch klar, dass noch sehr viel Bewegung notwendig ist, um echte Fortschritte zu ermöglichen.

Weiterer Verhandlungstermin vereinbart
Um den in den Sondierungen „aufgenommenen Ge-sprächsfaden“ nicht abreißen zu lassen, verständig-ten sich ver.di und der agv:comunity kurzfristig dar-auf, die Verhandlungen am 07. bis 09. März fortzu-führen. Die Zeit für tragfähige Lösungen wird knapp. Bis En-de März sollen Ergebnisse vorliegen.

Faire und gute Arbeitsbedingungen in den Unternehmen und Betrieben der Deutschen Telekom fallen nicht vom Himmel! (md)

09. Februar 2017 TARIFINFO

Verhandlungen zur Harmonisierung der Entgeltrahmensysteme fortgesetzt

Vom 06. bis 08. Februar sind in Köln die Verhandlungen zu einem harmonisierten Entgeltrahmensystem für den Tele-kom-Konzern fortgesetzt worden. Dies war die erste mehr-tägige Verhandlungsrunde nach dem Auftakt, der bereits Ende Januar stattgefunden hat.

Erste Sichtweisen zu möglichen Harmonisierungsthemen ausgetauscht
In den drei Tagen wurde zwischen den Tarifvertragsparteien ausgelotet, in welchen Themen der heute im Telekom Konzern vorhandenen Entgeltrahmentarifverträgen eine Harmonisierung und Standarisierung auf Konzernebene möglich erscheint. Bei der Erörterung der Themen wurde schnell deutlich: Der Teufel steckt im Detail! Selbst die Frage, welche Inhalte der heute vorhandenen Entgeltrahmenregelungen konkret betrachtet und harmonisiert werden sollen, hat sich im Laufe der drei Tage nicht gemeinsam beantworten lassen.

Erörterte Fragestellungen
Es wurden unter anderem folgende Fragestellungen erörtert: Welche Gesellschaften des Konzerns sollen konkret in eine harmonisierte Entgeltrahmenregelung einbezogen werden? Wird für alle Gesellschaften durchgängig eine Bändersystematik eingeführt? Wie gestaltet sich zukünftig eine gesicherte Bandwanderung und bis zu welchem kon-kreten Prozentwert? Gelingt es für den Nichtvertrieb die Variable gänzlich abzuschaffen? Wie sieht ein Variablensystem für den Privatkundenvertrieb aus? Gelingt es, ein einfacheres, besseres und einheitliches System für diesen Bereich zu vereinbaren? Wie übersetzten sich die bereits getroffenen Regelungen und Festlegungen aus dem „LOI Einfach anders“ in ein harmonisiertes System (z. B. zur Variablensystematik für den GK Vertrieb)? Und vieles andere mehr!

Feststellungen zum Verhandlungsverlauf
Das in der Tarifrunde 2016 formulierte Ziel, ein auf Konzernebene harmonisiertes Entgeltsystem zu schaffen, ist nach dem bisherigen Verhandlungsverlauf noch lange nicht erreicht. Bis auf unkritische eher „formal übliche Regelungen“ gibt es bei den Kernthemen bzw. Kernelementen eines zukünftigen Entgeltrahmensystems bisher nur wenig Gemeinsamkeiten. Die Verhandlungspositionen liegen hierzu noch weit auseinander! Die seitens der Arbeitgeber eingebrachten Vorschläge zielen bisher im Wesentlichen darauf ab, den arbeitgeberseitigen Aufwand zur Anwendung tariflicher Regelungen zu reduzieren und darüber hinaus Kosten zu senken. Die ver.di Verhandlungskommission hat die Erwartung, dass in den weiteren Verhandlungen der Grundgedanke der „Standardisierung und Harmonisierung“ konsequenter und durchgängiger verfolgt wird. Es ist abwegig, arbeitgeberseitig ein Ziel zu verfolgen, überall dort, wo eine Harmonisierung auch Verbesserungen für Teile der Konzernbelegschaft beinhalten würde, lieber an der vorhandenen Komplexität und differenzierten Tariflandschaft festhalten zu wollen. Im Ergebnis muss eine faire Gesamtlösung für ein einheitliches Entgeltrahmensystem stehen.

Die Verhandlungen werden am 20.-22.Februar fortgesetzt.
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19. Januar 2017 Tarifinfo 2

Auftakt der Verhandlungen zur Harmonisierung der konzernweiten Entgeltsysteme


Am 18. Januar haben in Bonn die Verhandlungen zu einem harmonisierten Entgeltrahmensystem für den Telekom-Konzern begonnen.
Die ver.di Verhandlungskommission hat sich zu Beginn der Verhandlungen klar positioniert und deutlich gemacht, dass sie die Chance eines einheitlichen Entgeltrahmentarifvertrags für den Gesamtkonzern, in den anstehenden Verhandlungen, konsequent verfolgen wird. Dementsprechend sollten auch alle Unternehmen des agv:comunity (Mitglieder mit Tarif-bindung) vom Geltungsbereich des neuen Tarifver-trags erfasst werden.

Zu den Inhalten verdeutlichte ver.di-Verhandlungs-führer Frank Sauerland: „Wir stehen zu den Verein-barungen aus der Tarifrunde, eine möglichst weitge-hende Harmonisierung und Standarisierung zu erreichen. Ein neues einheitliches System muss sich da-bei an den Interessen der Beschäftigten im Gesamtkonzern ausrichten. Vereinfachung ist für uns nicht mit „schlechter“ zu übersetzen. In diesem Sinne darf das neue Tarifniveau, in Summe das alte Tarifniveau nicht unterschreiten. Zudem muss das neue System für die Beschäftigten transparent sein, eine verbindliche, sichere Bezahlungsgrundlage darstellen und Perspektiven für berufliche Entwicklungsmöglichkei-ten enthalten.“

Arbeitgeberpositionen
Die Arbeitgeber bekräftigten ihrerseits den Willen, ein vereinfachtes und „weitestgehend“ harmonisiertes System schaffen zu wollen. Greifbare Vorstellungen dazu hat die Arbeitgeberseite jedoch zu Beginn der Verhandlungen noch nicht eingebracht. Sie benannten zunächst nur Themenfelder, in denen aus ihrer Sicht Anpassungsbedarf bestehe. Sie seien auch in Überlegungen, ob alle Gesellschaften des Konzerns aus ihrer Sicht einbezogen werden können.

Ambitionierter Zeitplan: Verhandlungen sollen bis März abgeschlossen sein
Bereits im Dezember 2016 wurde mit den Arbeitgebern ein Zeitplan für die Verhandlungen zur Harmonisierung der Entgeltrahmenregelungen vereinbart. Bis März 2017 soll ein Ergebnis vorliegen. Um diesen ambitionierten Zeitplan einzuhalten, hat ver.di bereits in die erste Verhandlungsrunde konkrete Lösungsvorschläge zu einem neuen einheitlichen Entgeltsystem eingebracht. Diese berücksichtigten die getroffenen Festlegungen aus der Vereinbarung zur Tarifrunde 2016 zum Tarifniveau und zur Kostenneutralität. Die Arbeitgeber nahmen die ver.di-Vorschläge entgegen und erklärten, diese zu überprüfen.

ver.di erklärte die Erwartung an die Arbeitgeberseite, an einer fairen und guten gesamtheitlichen Lösung für die Konzernbeschäftigten mitzuarbeiten. Die Ar-beitgeberseite wurde aufgefordert, zügig und konkret auf die ver.di Vorschläge einzugehen!

Die Verhandlungen werden am 06.-08.Februar fortgesetzt.

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17. Januar 2017 Tarifinfo 1

Telekom Konzern: Verhandlungen zu einem konzernweitem Entgeltsystem beginnen!

Vereinbarung aus der Tarifrunde 2016  

Im Rahmen der Tarifrunde 2016 hat ver.di durchgesetzt, dass die konzernweit vorhandenen Entgeltsysteme durch die Tarifvertragsparteien in gemeinsamen Verhandlungen überprüft und weiterentwickelt werden sollen. Ziel ist die Harmonisierung und Standardisierung von Entgeltrahmenregelungen auf Konzernebene.
  
Durch die Vereinbarung aus der Tarifrunde wird eine einmalige Chance zur Vereinheitlichung der genannten Tarifbedingungen im Konzern geschaffen. Diese wird ver.di jetzt ergreifen!  

ver.di streitet schon lange für eine Korrektur der von der Arbeitgeberseite zu verantwortenden Zerstückelung der Tariflandschaft im Telekom Konzern.  
Die ständigen Umorganisationen innerhalb des Konzern Deutsche Telekom AG haben zu einer unglaublichen Vielfalt von unterschiedlichen Tarifregelungen und -bedingungen geführt. Im Konzern existieren  z. B. aktuell alleine mehr als 15 verschiedene Entgeltrahmentarifverträge.   
Es ist Zeit, diese Entwicklung zu stoppen und wieder in die richtige Richtung zu drehen!  

Im ersten Schritt verfolgt ver.di die Schaffung eines konzerneinheitlichen Entgeltsystems!  (md)

Weitere Details im Tarifinfo 1