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    Telekom Konzern: Verhandlungen zu einem konzernweitem Entgeltsystem …

    Telekom Konzern: Verhandlungen zu einem konzernweitem Entgeltsystem

    09. März 2017 TARIFINFO

    Verhandlungen zur Harmonisierung festgefahren. Suche nach gemeinsamen Lösungen, führte nicht zum Ziel!

    Zu Beginn der vierten Verhandlungsrunde, die vom 07. bis 09. März in Bad Honnef stattfanden, knüpften die Verhandlungsparteien an die Themen an, zu denen man in der vergangenen Verhandlungsrunde den Gesprächsfaden nicht abreißen lassen wollte. In intensiven Gesprächen wurde am ersten und zweiten Tag, weiter nach gemeinsamen Wegen und Lösungen gesucht. Im Verlauf der Ge-spräche wurde immer deutlicher, dass die Arbeitgeberseite auch in dieser Verhandlungsrunde die notwendige Bewegungsbereitschaft an entscheidenden Stellen vermissen ließ.
    Mehrfach stellte sich die ver.di Verhandlungskommission die Frage, wie ernsthaft die Arbeitgeberseite das Ziel konzerneinheitlicher Entgeltrahmenbedingungen tatsächlich verfolgt.

    Verhandlungen festgefahren und unterbrochen!
    Am Abend des zweiten Tages bewertete die ver.di Verhandlungskommission den erreichten Gesprächs- und Verhandlungsstand wie folgt:

    • Alle Positionen zu einem harmonisierten konzernein-heitlichen System sind nach insgesamt vier Terminen ausgetauscht.
    • Die fehlende Bewegungsbereitschaft der Arbeitgeberseite steht der Möglichkeit, sich bis Ende März auf ein harmonisiertes System auf Konzernebene zu einigen, massiv entgegen.
    • Die Themenblöcke, in denen sich Lösungen abzeichnen, sind wichtig, werden den Erwartungen an ein konzerneinheitliches System aber nicht gerecht!
    • Die ausgetauschten Positionen liegen nach vier Ver-handlungsrunden an entscheidenden Stellen deutlich auseinander.
    • In den Gesprächen der vierten Verhandlungsrunde ist kein Fortschritt mehr zu erzielen; die Verhandlungen sind festgefahren!

    Auf Basis dieser Bewertung wurde entschieden, die Verhandlungen an dieser Stelle zu unterbrechen.

    Bundesfachbereichsvorstand wird weiteres Vorgehen entscheiden
    ver.di wird die entstandene Verhandlungssituation nun im Bundesfachbereichsvorstand TK/IT beraten und bewerten. Bereits in der nächsten Woche tritt der Vorstand zusam-men. In der Sitzung ist zu entscheiden, wie mit den festge-fahrenen Verhandlungen umgegangen wird und welche konkreten weiteren Schritte zu gehen sind.

    ver.di hält an dem Ziel konzerneinheitlicher Bedingungen fest. Bei den anstehenden Entscheidungen ist mit zu klären, wie sich die aktuelle Entwicklung auf die tarifpolitischen Fragestellungen zum 01.01.2018 im Zusammenhang der Maßnahme „einfach anders“ auswirkt (z .B. Auslaufen der Bereichsausnahmen). Hierzu sind klare tarifpolitische Antworten zu geben.

    ver.di steht für die Schaffung fairer, transparenter und anforderungsgerechter Entgeltrahmen-regelungen. Dafür wird ver.di weiter streiten.

    Faire und gute Arbeitsbedingungen in den Unternehmen und Betrieben der Deutschen Telekom fallen nicht vom Himmel! (md)

    23. Februar 2017 TARIFINFO

    Verhandlungen zur Harmonisierung fortgesetzt - Dritte Verhandlungsrunde in Köln

    Vom 20. bis 22.Februar sind die Verhandlungen zu einem harmonisierten Entgeltrahmentarifvertrag zwi-schen ver.di und dem Arbeitgeberverband agv:comunity (wie vereinbart) fortgeführt worden. In intensiven Gesprächen, die teils bis in die Abend- und Nachtstunden reichten, wurden die einzelnen Verhandlungsbestandteile und unterschiedlichen Sichtweisen erörtert.

    Skepsis statt Fortschritt
    Zu Beginn dieser Verhandlungsrunde wuchs die Skepsis, innerhalb der drei Tage nennenswerte Fortschritte, geschweige denn ein Ergebnis, erzielen zu können. Zu weit liegen die Positionen der Arbeitgeber und die Vorschläge der ver.di- Verhandlungskommis-sion zu einem harmonisierten Entgeltrahmensystem auseinander. Die Arbeitgeber erklärten zwar, an dem Ziel eines einheitlichen Entgeltrahmentarifvertrag weiter inte-ressiert zu sein, ließen es dafür allerdings - aus Sicht der ver.di Verhandlungskommission - an tragfähigen Vorschlägen an entscheidenden Stellen fehlen. Die Arbeitgeber argumentieren stattdessen zu verschie-denen Verhandlungsgegenständen, plötzlich mit „Benchmarkvergleichen“ zum Markt, die bei der Ges-taltung beachtet werden sollen. Dabei standen weni-ger Harmonisierungsgedanken im Vordergrund, viel-mehr sollen damit Eingriffe in bestehendes Tarifni-veau begründet werden.

    Der ver.di-Verhandlungsführer, Frank Sauerland, forderte die Arbeitgeberseite daraufhin auf, von „wünsch-dir-was“-Positionen abzurücken und tragfä-hige Lösungsvorschläge zur Harmonisierung in die Verhandlungen einzubringen. Es geht um Harmoni-sierung und Weiterentwicklung der bestehenden Systeme und nicht um den „Rückbau“ des vorhande-nen Tarifniveaus auf Basis zweifelhafter Benchmark-vergleiche!
    Suche nach gemeinsamen Sichtweisen

    Nachdem in den offiziellen Verhandlungen kein Weiterkommen erkennbar war, verständigten sich die Verhandlungsführungen auf mehrere Sondierungsrunden, zu den unterschiedlichen Verhandlungsblöcken. Nach vielen intensiven und langen Gesprächen, konnten in den Sondierungen Positionen miteinander ausgetauscht werden, die es aus Sicht der Verhand-lungskommission wert sind, weiter diskutiert zu wer-den. Allerdings wurde auch klar, dass noch sehr viel Bewegung notwendig ist, um echte Fortschritte zu ermöglichen.

    Weiterer Verhandlungstermin vereinbart
    Um den in den Sondierungen „aufgenommenen Ge-sprächsfaden“ nicht abreißen zu lassen, verständig-ten sich ver.di und der agv:comunity kurzfristig dar-auf, die Verhandlungen am 07. bis 09. März fortzu-führen. Die Zeit für tragfähige Lösungen wird knapp. Bis En-de März sollen Ergebnisse vorliegen.

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    09. Februar 2017 TARIFINFO

    Verhandlungen zur Harmonisierung der Entgeltrahmensysteme fortgesetzt

    Vom 06. bis 08. Februar sind in Köln die Verhandlungen zu einem harmonisierten Entgeltrahmensystem für den Tele-kom-Konzern fortgesetzt worden. Dies war die erste mehr-tägige Verhandlungsrunde nach dem Auftakt, der bereits Ende Januar stattgefunden hat.

    Erste Sichtweisen zu möglichen Harmonisierungsthemen ausgetauscht
    In den drei Tagen wurde zwischen den Tarifvertragsparteien ausgelotet, in welchen Themen der heute im Telekom Konzern vorhandenen Entgeltrahmentarifverträgen eine Harmonisierung und Standarisierung auf Konzernebene möglich erscheint. Bei der Erörterung der Themen wurde schnell deutlich: Der Teufel steckt im Detail! Selbst die Frage, welche Inhalte der heute vorhandenen Entgeltrahmenregelungen konkret betrachtet und harmonisiert werden sollen, hat sich im Laufe der drei Tage nicht gemeinsam beantworten lassen.

    Erörterte Fragestellungen
    Es wurden unter anderem folgende Fragestellungen erörtert: Welche Gesellschaften des Konzerns sollen konkret in eine harmonisierte Entgeltrahmenregelung einbezogen werden? Wird für alle Gesellschaften durchgängig eine Bändersystematik eingeführt? Wie gestaltet sich zukünftig eine gesicherte Bandwanderung und bis zu welchem kon-kreten Prozentwert? Gelingt es für den Nichtvertrieb die Variable gänzlich abzuschaffen? Wie sieht ein Variablensystem für den Privatkundenvertrieb aus? Gelingt es, ein einfacheres, besseres und einheitliches System für diesen Bereich zu vereinbaren? Wie übersetzten sich die bereits getroffenen Regelungen und Festlegungen aus dem „LOI Einfach anders“ in ein harmonisiertes System (z. B. zur Variablensystematik für den GK Vertrieb)? Und vieles andere mehr!

    Feststellungen zum Verhandlungsverlauf
    Das in der Tarifrunde 2016 formulierte Ziel, ein auf Konzernebene harmonisiertes Entgeltsystem zu schaffen, ist nach dem bisherigen Verhandlungsverlauf noch lange nicht erreicht. Bis auf unkritische eher „formal übliche Regelungen“ gibt es bei den Kernthemen bzw. Kernelementen eines zukünftigen Entgeltrahmensystems bisher nur wenig Gemeinsamkeiten. Die Verhandlungspositionen liegen hierzu noch weit auseinander! Die seitens der Arbeitgeber eingebrachten Vorschläge zielen bisher im Wesentlichen darauf ab, den arbeitgeberseitigen Aufwand zur Anwendung tariflicher Regelungen zu reduzieren und darüber hinaus Kosten zu senken. Die ver.di Verhandlungskommission hat die Erwartung, dass in den weiteren Verhandlungen der Grundgedanke der „Standardisierung und Harmonisierung“ konsequenter und durchgängiger verfolgt wird. Es ist abwegig, arbeitgeberseitig ein Ziel zu verfolgen, überall dort, wo eine Harmonisierung auch Verbesserungen für Teile der Konzernbelegschaft beinhalten würde, lieber an der vorhandenen Komplexität und differenzierten Tariflandschaft festhalten zu wollen. Im Ergebnis muss eine faire Gesamtlösung für ein einheitliches Entgeltrahmensystem stehen.

    Die Verhandlungen werden am 20.-22.Februar fortgesetzt.
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    19. Januar 2017 Tarifinfo 2

    Auftakt der Verhandlungen zur Harmonisierung der konzernweiten Entgeltsysteme


    Am 18. Januar haben in Bonn die Verhandlungen zu einem harmonisierten Entgeltrahmensystem für den Telekom-Konzern begonnen.
    Die ver.di Verhandlungskommission hat sich zu Beginn der Verhandlungen klar positioniert und deutlich gemacht, dass sie die Chance eines einheitlichen Entgeltrahmentarifvertrags für den Gesamtkonzern, in den anstehenden Verhandlungen, konsequent verfolgen wird. Dementsprechend sollten auch alle Unternehmen des agv:comunity (Mitglieder mit Tarif-bindung) vom Geltungsbereich des neuen Tarifver-trags erfasst werden.

    Zu den Inhalten verdeutlichte ver.di-Verhandlungs-führer Frank Sauerland: „Wir stehen zu den Verein-barungen aus der Tarifrunde, eine möglichst weitge-hende Harmonisierung und Standarisierung zu erreichen. Ein neues einheitliches System muss sich da-bei an den Interessen der Beschäftigten im Gesamtkonzern ausrichten. Vereinfachung ist für uns nicht mit „schlechter“ zu übersetzen. In diesem Sinne darf das neue Tarifniveau, in Summe das alte Tarifniveau nicht unterschreiten. Zudem muss das neue System für die Beschäftigten transparent sein, eine verbindliche, sichere Bezahlungsgrundlage darstellen und Perspektiven für berufliche Entwicklungsmöglichkei-ten enthalten.“

    Arbeitgeberpositionen
    Die Arbeitgeber bekräftigten ihrerseits den Willen, ein vereinfachtes und „weitestgehend“ harmonisiertes System schaffen zu wollen. Greifbare Vorstellungen dazu hat die Arbeitgeberseite jedoch zu Beginn der Verhandlungen noch nicht eingebracht. Sie benannten zunächst nur Themenfelder, in denen aus ihrer Sicht Anpassungsbedarf bestehe. Sie seien auch in Überlegungen, ob alle Gesellschaften des Konzerns aus ihrer Sicht einbezogen werden können.

    Ambitionierter Zeitplan: Verhandlungen sollen bis März abgeschlossen sein
    Bereits im Dezember 2016 wurde mit den Arbeitgebern ein Zeitplan für die Verhandlungen zur Harmonisierung der Entgeltrahmenregelungen vereinbart. Bis März 2017 soll ein Ergebnis vorliegen. Um diesen ambitionierten Zeitplan einzuhalten, hat ver.di bereits in die erste Verhandlungsrunde konkrete Lösungsvorschläge zu einem neuen einheitlichen Entgeltsystem eingebracht. Diese berücksichtigten die getroffenen Festlegungen aus der Vereinbarung zur Tarifrunde 2016 zum Tarifniveau und zur Kostenneutralität. Die Arbeitgeber nahmen die ver.di-Vorschläge entgegen und erklärten, diese zu überprüfen.

    ver.di erklärte die Erwartung an die Arbeitgeberseite, an einer fairen und guten gesamtheitlichen Lösung für die Konzernbeschäftigten mitzuarbeiten. Die Ar-beitgeberseite wurde aufgefordert, zügig und konkret auf die ver.di Vorschläge einzugehen!

    Die Verhandlungen werden am 06.-08.Februar fortgesetzt.

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    17. Januar 2017 Tarifinfo 1

    Telekom Konzern: Verhandlungen zu einem konzernweitem Entgeltsystem beginnen!

    Vereinbarung aus der Tarifrunde 2016  

    Im Rahmen der Tarifrunde 2016 hat ver.di durchgesetzt, dass die konzernweit vorhandenen Entgeltsysteme durch die Tarifvertragsparteien in gemeinsamen Verhandlungen überprüft und weiterentwickelt werden sollen. Ziel ist die Harmonisierung und Standardisierung von Entgeltrahmenregelungen auf Konzernebene.
      
    Durch die Vereinbarung aus der Tarifrunde wird eine einmalige Chance zur Vereinheitlichung der genannten Tarifbedingungen im Konzern geschaffen. Diese wird ver.di jetzt ergreifen!  

    ver.di streitet schon lange für eine Korrektur der von der Arbeitgeberseite zu verantwortenden Zerstückelung der Tariflandschaft im Telekom Konzern.  
    Die ständigen Umorganisationen innerhalb des Konzern Deutsche Telekom AG haben zu einer unglaublichen Vielfalt von unterschiedlichen Tarifregelungen und -bedingungen geführt. Im Konzern existieren  z. B. aktuell alleine mehr als 15 verschiedene Entgeltrahmentarifverträge.   
    Es ist Zeit, diese Entwicklung zu stoppen und wieder in die richtige Richtung zu drehen!  

    Im ersten Schritt verfolgt ver.di die Schaffung eines konzerneinheitlichen Entgeltsystems!  (md)

    Weitere Details im Tarifinfo 1